Schavan: Studiengebühren in zehn Jahren üblich
zuletzt aktualisiert: 11.02.2006 - 22:57Dresden (rpo). In zehn Jahren werden Studiengebühren an deutschen Hochschulen üblich sein - diese Prognose hat Bundesbildungsministerin Annette Schavan geäußert. Nicht nur die öffentliche Hand, sondern auch die Studierenden müssten in Bildung investieren.
Die ersten Länder hätten ihre Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen, sagte die CDU-Politikerin am Samstag in Dresden. Wer sich an internationalen Maßstäben in der Wissenschaftspolitik ausrichten wolle, könne eigentlich dieses Thema nicht tabuisieren.
Wenn es richtig sei, dass Bildung die Quelle künftigen Wohlstandes sei, dann müsse investiert werden - nicht nur von der öffentlichen Hand, erklärte die Ministerin und schloss die rhetorische Frage an, warum Bildungsfinanzierung nicht die gleiche Tradition bekommen sollte wie Baufinanzierung.
Zugleich warb die CDU-Politikerin dafür, dass an Schulen nur noch Deutsch gesprochen wird. Das sei eine Selbstverständlichkeit. Sie wundere sich, wie verkrampft diese Diskussion über Deutsch auf Schulhöfen geführt werde. Die gemeinsame Sprache sei der Schlüssel für die Bildung, sagte Schavan.
Am Samstagabend wurde die Veranstaltung "Stadt der Wissenschaft 2006" eröffnet. Dresden wurde dieser Titel anlässlich des 800-jährigen Bestehens der Stadt verliehen.
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