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Nur 15 Prozent erreichten 2002 Altersgrenze von 65 Jahren: Überdurchschnittlich viele Lehrer dienstunfähig

zuletzt aktualisiert: 14.11.2003 - 12:40

Wiesbaden (rpo). 14.100 Lehrer sind im Jahr 2002 pensioniert worden. Davon wurden 41 Prozent wegen Dienstunfähigkeit in den vorzeitigen Ruhestand versetzt.

Das waren zwar so wenig wie noch nie seit Beginn der Erhebung dieses Merkmals in der Statistik 1993, aber immer noch deutlich mehr als bei anderen Beamten oder Richtern (28 Prozent). Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mit.

Im Vollzugsdienst, so bei den beamteten Feuerwehrleuten und Polizisten, die allerdings nur bis zum 60. Geburtstag arbeiten müssen, wurde nicht einmal jeder Fünfte (18 Prozent) wegen Dienstunfähigkeit pensioniert.

Von den im Jahr 2001 pensionierten Lehrern war noch mehr als jeder zweite (54 Prozent) wegen Dienstunfähigkeit aus dem Schuldienst ausgeschieden. Ursachen des Rückgangs sind nach Angaben der Statistiker die Einführung von Altersteilzeit und die Abschläge, die Beamte seit 2001 hinnehmen müssen, wenn sie ihre Berufstätigkeit vor ihrem 63. Geburtstag aufgeben.

So machten Mitte 2002 rund 20.000 Lehrer von der in den Bundesländern unterschiedlich geregelten Möglichkeit der Altersteilzeit Gebrauch, fast doppelt so viele wie 2001 (10.300). Im letzten Jahr vor der Einführung der Versorgungsabschläge bei Dienstunfähigkeit (2000) waren noch nahezu zwei Drittel (64 Prozent) der Lehrer-Pensionierungen aus diesem Grund erfolgt.

Die Zahl der in den Ruhestand versetzten Lehrkräfte lag 2002 insgesamt um 11 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im Durchschnitt waren die Pädagogen zu diesem Zeitpunkt 61 Jahre alt (2001: 60 Jahre).

Nur 15 Prozent hatte die Altersgrenze von 65 Jahren erreicht. 34 Prozent verließen die Schule mit 63 Jahren, mussten dafür aber Abschläge bei den Altersbezügen hinnehmen. 10 Prozent quittierten ihren Dienst mit 60 Jahren, weil sie schwerbehindert waren.


 
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