Geld kommt vom Bund: Viele Hochschulen erhalten Fördergelder
zuletzt aktualisiert: 13.12.2011 - 18:45Berlin (RPO). In kommenden vier Jahren erhalten mehr als drei Viertel der staatlichen Hochschulen finanzielle Unterstützung durch den Bund. Im Rahmen der zweiten Runde des "Qualitätspakts Lehre" erhielten 102 Hochschulen den Förderzuschlag für insgesamt 400 Millionen Euro.
Das gaben die beiden Vorsitzenden der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK), Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) und die rheinland-pfälzische Wissenschaftsministerin Doris Ahnen (SPD), am Dienstag in Berlin bekannt. Insgesamt stelle der Bund bis 2016 damit nun eine Milliarde Euro zur Verfügung. In der ersten Runde erhielten bereits 111 Hochschulen rund 600 Millionen Euro, die seit dem Wintersemester 2011/12 in Projekte fließen.
Schavan betonte, dass es durch diese finanziellen Anreize bereits eine "intensive Diskussion über die Verbesserung der Lehre" an den Hochschulen gebe. Die meisten Förderprojekte zielen laut Ministerin darauf ab, den Übergang zwischen Schule und Studium zu erleichtern, wie etwa Sommerakademien für Schüler oder die Betreuung junger Studenten durch Mentoren.
Bei der Prüfung der Projekte spielt laut der Leiterin des Auswahlgremiums, Karin Donhauser, die Nachhaltigkeit eine große Rolle: "Damit das Geld nicht wie ein Strohfeuer verbrennt, war ein Qualitätsmerkmal der Konzepte, ob die Hochschulen sich Gedanken gemacht haben, wie sie die Finanzierung anschließend selbst stemmen können." Im Gegensatz zur ersten Runde sei außerdem zu bemerken, dass die Konzepte in den jüngsten Anträgen "inhaltlich ausgereifter" seien.
In dem "Qualitätspakt Lehre" will der Bund insgesamt bis 2020 rund zwei Milliarden Euro zur Verbesserung von Studienbedingungen an den Hochschulen zur Verfügung stellen. Das Geld ist für zusätzliches Personal und dessen Weiterbildung, wie auch für die Entwicklung von neuen Lernmethoden, etwa "E-Learning", bestimmt. Grundlage für den "Qualitätspakt Lehre" ist eine Vereinbarung der Regierungschefs von Bund und Ländern vom Sommer 2010.
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