Studie: Die Sterne lügen doch: Vorsicht bei Horoskopen
zuletzt aktualisiert: 04.12.2006 - 12:54Baierbrunn (RPO). Manche Menschen glauben an sie, manche halten sie für ausgemachten Blödsinn: Horoskope spalten die Gemüter. Jetzt ist der Streit zwischen Befürwortern und Kritikern der Astrologie scheinbar entschieden. Psychologen haben herausgefunden, wie groß der Einfluss der Sterne auf uns wirklich ist.
Das Magazin "Apotheken Umschau" hat mit Psychologen über den Einfluss der Sterne auf die Menschen gesprochen. Chefredakteur Dr. Hans Haltmeier sagt: "Es gab dazu eine sehr interessante Studie eines deutsch-dänischen Teams von Psychologen, an dem auch Wissenschaftler der Universität Bonn beteiligt waren. Die haben Daten von 15.000 Menschen erhoben, das war eine repräsentative Umfrage, und das Ergebnis war: Das Geburtsdatum hat keinen Einfluss auf die Persönlichkeit".
Trotzdem glauben über 40 Prozent der Deutschen, dass die Sterne ihr Leben beeinflussen. Selektive Wahrnehmung nennen das die Wissenschaftler. "Man sieht eben nur die passenden Eigenschaften, die zu dem eigenen Horoskop passen, und nimmt andere Dinge gar nicht mehr wahr. Zum anderen sind Horoskope oft sehr allgemein formuliert. Und wenn dann da drin steht 'aufrichtig, einfühlsam, freiheitsliebend', dann hört das einfach jeder gern."
Sicherheit durch den Blick in die Zukunft
Diejenigen, die an Horoskope glauben, werden sich von den neuen Erkenntnissen nicht beeindrucken lassen. Manche fühlen sich einfach wohl bei dem Gedanken, dass die Sterne ihr Schicksal lenken: "Viele Leute haben auch ein großes Bedürfnis, in die Zukunft zu sehen, um sicherer zu werden, um einfach die Unwägbarkeiten der Zukunft ein bisschen in den Griff zu bekommen. Das ist allerdings irrational, denn man weiß ja, vor allem Umwelteinflüsse, aber auch genetische Veranlagung beeinflussen die Persönlichkeit maßgeblich. Ein großes Stück weit ist jeder wirklich selbst seines Glückes Schmied."
Die Stenne hätten es, so das Magazin, den Psychologen übrigens sehr übel genommen, dass sie ihre Macht angezweifelt haben: Vor lauter Nachfragen aus aller Welt sind die Wissenschaftler nämlich nicht mehr zum Arbeiten gekommen und mussten schließlich alle Stellungnahmen zu der Studie ablehnen.
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