Bergungsfirma erwägt Tauchgänge: Expedition zum Wrack der "Titanic" geplant
zuletzt aktualisiert: 26.10.2009 - 12:53Norfolk (RPO). Im kommenden Jahr gibt es möglicherweise eine neue Expedition zum Wrack der "Titanic". Die Pläne des Unternehmens RMS Titanic, das über die exklusiven Bergungsrechte verfügt, sind Gegenstand einer mehrtägigen Anhörung vor einem Bezirksgericht in Norfolk im US-Staat Virginia. Es wäre die erste Tauchexpedition zu dem berühmten Schiffswrack seit 2004.
Die "Titanic" war auf ihrer Jungfernfahrt am 14. April 1912 im Nordatlantik mit einem Eisberg kollidiert und gesunken. Mehr als 1.500 Menschen kamen ums Leben. Das Wrack wurde erst 1985 entdeckt. Es liegt in einer Tiefe von etwa 3.800 Metern.
Gerichte haben RMS Titanic das ausschließliche Bergungsrecht zugesprochen. Allerdings gehören dem Unternehmen nicht die rund 5.900 Artefakte, die bislang vom Meeresboden geholt wurden - ihr Gesamtwert wird auf etwa 110 Millionen Dollar (73 Millionen Euro) geschätzt.
Bei der Anhörung in dieser Woche wird RMS Titanic vermutlich den Eigentumstitel an allen Fundstücken und eine Bergungsprämie zur Finanzierung der Expedition beantragen. Die Vorsitzende Richterin Rebecca Beach Smith, eine ausgewiesene Seerechtsexpertin, betrachtet das Wrack allerdings als internationalen Schatz. Ihr dürfte es insbesondere darum gehen sicherzustellen, dass die geborgenen Objekte als Sammlung erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich bleiben.
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