Größte Maschine der Welt startet in wenigen Tagen: Ein Rap gegen den Weltuntergang
zuletzt aktualisiert: 08.09.2008 - 13:04Düsseldorf (RPO). Es gibt Menschen, die fürchten, am 10. September könnte die Welt untergehen. Dann nämlich geht der Teilchenbeschleuniger LHC am europäischen Kernforschungszentrum Cern in Betrieb, die größte Maschine der Welt. Eine Cern-Mitarbeiterin will die Ängste jetzt mit einem Rap zerstreuen.
In einem Youtube-Video rappt Kate McAlpine über die Funktionsweise des Teilchenbeschleunigers. Und das ist sogar für Laien verständlich.
In dem fast fünf Minuten langen Video rappt die 23-jährige Wissenschaftsjournalistin alias "AlpineCat" über das Experiment. Eingeblendete Schemata machen das Ganze anschaulicher und verständlicher. Insbesondere für Laien dürfte der "Large Hadron Rap" hilfreich sein, das Vorhaben des Forschungszentrums zu verstehen.
Das Video läuft sehr erfolgreich - fast eine Million Internetnutzer sahen es in nur einem Monat. Ob es besorgten Mitmenschen jedoch die Angst vor dem Start nehmen wird bleibt fraglich.
Seit längerem üben Wissenschaftler Kritik an dem Experiment. Sie befürchten, dass schwarze Löcher im Miniformat entstehen könnten, die die Erde zerreißen würden. Sie versuchten sogar, den Start durch einen Gerichtsbeschluss zu verhindern. McAlpine antwortet in ihrem Rap darauf: "Das macht keinen Sinn".
Am 10. September nimmt der Large Hadron Collider seinen Betrieb im europäischen Kernforschungszentrum Cern in Genf auf. Protonen werden auf die fast Lichtgeschwindigkeit beschleunigt, um sie in bestimmten Abschnitten der 27 Kilometer langen Röhre miteinander kollidieren zu lassen. Die Bruchstücke sollen Einblick in Zustände bringen, die nach dem Urknall herrschten. Die Entdeckungen würden "unsere Köpfe rocken" - sagt McAlpine.
Dabei soll auch die Identität der "Higgs"-Teilchen ergründet werden. Sie wurden nach dem englischen Physiker Peter Higgs benannt, der die Teilchen schon in den sechziger Jahren entdeckt hat - theoretisch jedenfalls.
Higgs ist sicher, dass seine Theorie bestätigt werden wird. Dies sagte er, nach einer jahrelangen Interviewpause, im Gespräch mit der "Zeit". Der 79-jährige Physiker lebt zurückgezogen in Edinburgh. Higgs Theorie gilt als Grundpfeiler der modernen Physik, ein experimenteller Nachweis fehlt aber seit ihrer Aufstellung.
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