Lichtquelle der Zukunft: Glühbirne hat bald ausgedient
zuletzt aktualisiert: 16.02.2005 - 13:40Dresden (rpo). Flach, leicht und circa einen Millimeter dick: Das sind organische Leuchtdioden (OLEDs). Sie sollen in einigen Jahren Glühbirnen und Neonröhren ersetzen. Experten vom Dresdner Institut für Angewandte Photophysik arbeiten derzeit gemeinsam mit mehr als 20 europäischen Forschungsinstituten und Unternehmen wie Osram, Philips und Siemens an dem Projekt.
Die Gruppe legt ihren Forschungsschwerpunkt auf die Haltbarkeit der Lampe, wie Projektleiter Peter Visser von Philips erklärt: "Unser Ziel ist eine Lebensdauer von 10.000 Stunden - das ist zehnmal länger als die einer normalen Glühbirne". Zudem soll sie wenig Energie verbrauchen, eine diffuse Beleuchtung ermöglichen und farbiges Licht ausstrahlen.
Organische Leuchtdioden werden bislang in Handydisplays, Laptops oder Fernsehen eingesetzt. In Zukunft sollen die weiterentwickelten Leuchtdioden vor allem als Bürobeleuchtung dienen. Sie werden flach an der Decke angebracht. Auch Fenster könnten mit durchsichtigen Leuchtdioden bestückt und so zu Lichtquellen umfunktioniert werden.
Das Prinzip der organischen Leuchtdioden haben sich die Wissenschaftler, wie so oft, von der Natur abgeschaut. Diesmal war das Glühwürmchen das Vorbild. Einige organische Materialien haben Halbleitereigenschaften, somit können sie elektrischer Ladung transportieren. Durch chemisch unterschiedliche Schichten lassen sich zudem Farben erzeugen.
Fast 20 Millionen Euro werde bis 2008 in das Projekt fließen. Die Hälfte der Kosten wird von der EU getragen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum








