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Evolution: Joggen machte unsere Vorfahren menschlich

zuletzt aktualisiert: 17.11.2004 - 19:08

London (rpo). Der moderne Mensch verdankt sein Aussehen dem Dauerlauf. Die dafür nötigen körperlichen Veränderungen führten wohl zur Evolution der Gattung Homo und trugen zum heutigen Erscheinungsbild des Menschen bei, wie Dennis Bramble von der Universität von Utah in Salt Lake City und sein Kollege Daniel Liebermann herausfanden.  

Ozon-Alarm: Jogger sollten ihre Aktivitäten auf den frühen Morgen verlegen.  Foto: KEYSTONE, AP
Ozon-Alarm: Jogger sollten ihre Aktivitäten auf den frühen Morgen verlegen. Foto: KEYSTONE, AP

Von allen Primaten kann nur der Mensch ausdauernd über lange Strecken hinweg rennen und schneidet dabei auch erstaunlich gut gegen Vierbeiner ab. Bislang gingen Forscher allerdings davon aus, dass die Fähigkeit zu rennen keine besondere Bedeutung in der Evolution der Gattung Homo hatte, vor allem da Menschen vergleichsweise schlechte Sprinter sind.

Sie sind jedoch extrem ausdauernde Läufer. Mindestens 26 verschiedene körperliche Veränderungen ermöglichten der Gattung Homo erstmals ausdauerndes Rennen. Zu diesen Veränderungen gehören ein flacheres Gesicht für eine bessere Balance des Kopfes beim Rennen, frei bewegliche Schultern, die Achillessehne und die gewölbte Fußsohle.

Der frühere affenähnliche Hominid Australopithecus sah dem modernen Menschen nicht sehr ähnlich, obwohl er schon vor rund 4,4 Millionen aufrecht laufen konnte. Er konnte allerdings nicht rennen. Die Weiterentwicklung der Gattung Mensch zum Langstreckenläufer war daher sehr wichtig für das Aussehen der heutigen Menschen, wie die Forscher erklären.

Ausdauerndes Laufen war vermutlich bei der Nahrungsbeschaffung von Vorteil: Lange vor der Erfindung von Pfeil und Bogen konnten die frühen Menschen ihre Beute verfolgen. Da auch Aas eine wichtige Nahrungsquelle für die frühen Menschen darstellte, konnten sie mit ihrer Ausdauer vielen anderen Aasfressern zuvorkommen. Der Dauerlauf verhalf den frühen Menschen also wohl zu mehr Fett und Proteinen.

Quelle: afp

 
 
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