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Wissenschaftler sehen Klimawandel als Ursache: Amazonas führt mehr Wasser als je zuvor

zuletzt aktualisiert: 25.04.2009 - 14:32

Rio de Janeiro (RPO). Der Amazonas, neben dem Nil der längste Fluss der Erde, führt mehr Wasser als je zuvor. Nach Angaben eines internationalen Forscherteams vom Freitag lag der Pegel am vergangenen Mittwoch in der brasilianischen Stadt Obidos bei 8,14 Metern und damit vier Zentimeter über dem im Mai 2006 gemessenen bisherigen Höchststand. Für Mai, dem normalen Hochwassermonat, rechnen die Forscher mit einem weiteren Rekord.

Als einen möglichen Grund für den Hochwasser-Rekord geben die Wissenschaftler den Klimawandel an. Dieser werde vermutlich zu einer Häufung der Extreme bei Hoch- und Niedrigwasser führen, sagte der wissenschaftliche Leiter des Observatoriums für Umweltforschung, Jean-Loup Guyot. An den Messungen sind neben Frankreich die sechs Staaten des Amazonasbeckens - Brasilien, Bolivien, Peru, Ecuador, Kolumbien und Venezuela - beteiligt.