Es muss nicht gleich die teure Solaranlage auf dem Dach sein - oft genügt schon ein Handgriff, um Energie zu sparen und etwas für den Klimaschutz zu tun. Anlässlich der Veröffentlichung des neuen UN-Klimaberichts am Freitag in Bangkok gibt AFP Tipps, wie Verbraucher im Alltag mit wenig Aufwand den Ausstoß an klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2) senken können und dabei sogar noch Geld sparen:
7.30 Uhr - GUTEN MORGEN! Zum Frühstück einen Tee? Dann nicht mehr Wasser heiß machen, als tatsächlich für den Becher oder die Kanne nötig ist - so lassen sich nach EU-Berechnungen nämlich bis zu 25 Kilogramm CO2 im Jahr einsparen. Die Raumtemperatur vom Aufstehen bis zum Schlafengehen um nur ein Grad zu senken, reduziert übrigens auch den Klimagas-Ausstoß beträchtlich: Das kann die CO2-Emissionen pro Jahr und Haushalt um bis zu 300 Kilogramm verringern.
9 Uhr - FIX ZUR ARBEIT, am besten natürlich zu Fuß oder mit dem Rad: Wer an 200 Tagen im Jahr sechs Kilometer radelt statt mit dem Auto zu fahren, kann seinen CO2-Ausstoß um rund 240 Kilo senken. Ist der Druck der Autoreifen laut EU nur um 0,5 bar zu niedrig, steigt der Kraftstoffverbrauch - den CO2-Ausstoß kann das um bis zu 140 Kilo im Jahr erhöhen.
12.30 Uhr - ENDLICH MITTAGSPAUSE! Wohin mit der leeren Limo-Dose oder der Plastikpackung von Sandwich und Obstsalat? Recyclen. Die Wiederverwertung einer Aludose spart 90 Prozent der Energie ein, die zum Herstellen einer neuen nötig sind. Pro Kilogramm Alu reduziert das den CO2-Ausstoß pro Jahr um neun Kilo. Bei einem Kilo recycelter Kunststoffe - Joghurtbecher zum Beispiel - sind es immerhin noch 1,5 Kilo CO2 weniger.
14.30 Uhr - AB INS MEETING: Vorher gründlich überlegen, wie viele Emails und Dokumente man dafür tatsächlich ausdrucken muss. Die EU-Bürger verbrauchen bis zu 20 Kilogramm Papier im Monat - wer diese Menge um nur ein Prozent reduziert, kann seinen jährlichen CO2-Ausstoß um bis zu sieben Kilo drücken.
17 Uhr - FEIERABEND! Beim schnellen Einkauf im Supermarkt mitgebrachte Taschen statt Einwegtüten benutzen. Das spart CO2 ein, das sonst für die Herstellung der Plastiktüten anfiele: Rund 200 Plastiktüten weniger im Jahr bedeuten nach EU-Berechnungen bis zu acht Kilo CO2 weniger.
18.30 Uhr - ABENDESSEN: Wer die übriggebliebene Suppe nicht heiß in den Kühlschrank stellt, sondern erstmal auf Raumtemperatur abkühlen lässt, produziert je nach Kühlschranktemperatur jährlich bis zu sechs Kilo CO2 weniger - denn der Kühlschrank braucht deutlich weniger Energie zum Kühlen.
Im Bad läuft die Waschmaschine? Verbraucher, die das Gerät nur ganz voll und nicht halb leer anschalten, können laut EU-Studien bis zu 45 Kilo CO2 im Jahr einsparen. Wer obendrein auf den Trockner verzichtet, drückt die CO2-Emissionen seines Haushalts um weitere 280 Kilo.
20.00 Uhr - ENTSPANNUNG TOTAL: Überflüssige Lampen ausknipsen macht es daheim nicht nur gemütlicher, sondern hilft auch bei Energiesparen und Klimaschutz. Ein EU-Rechenexempel: Fünf herkömmliche 60-Watt-Glühbirnen, die an jedem Tag des Jahres vier Stunden weniger brennen, reduzieren den CO2-Ausstoß um bis zu 270 Kilogramm. Energiesparlampen würden natürlich die CO2-Menge noch wesentlich weiter senken.
23.00 Uhr - GUTE NACHT! Süße Träume vom nächsten Sommerurlaub? Vorsicht, denn eine Flugreise nach New York und wieder zurück schlüge beispielsweise gleich mit bis zu vier Tonnen CO2-Emissionen zu Buche. Dann doch lieber eine Traumreise per Zug an den Ostseestrand. So lässt sich gleich tonnenweise Klimagas einsparen - und das quasi im Schlaf.