Deutschland zahlt 1,26 Milliarden Euro: EU sagt Entwicklungsländern Milliarden zu
zuletzt aktualisiert: 11.12.2009 - 12:55Brüssel (RPO). Die EU öffnet den Geldbeutel: Europa will den Entwicklungsländern mit Milliarden beim Klimaschutz helfen. Eine Reihe von EU-Staaten sagte beim Brüsseler Gipfeltreffen Beiträge zu, die sich auf mindestens drei Milliarden Euro summieren. Deutschland, Frankreich und Großbritannien nannten schon konkrete Zahlen. Nach Angaben Finnlands könnten über sechs Milliarden Euro erreicht werden.
Die EU will das Geld bei der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen auf den Tisch legen. Die Mittel sollen als eine Art Anschubfinanzierung für Klimaprojekte in den ärmeren Ländern dienen.
Frankreich, Deutschland und Großbritannien nennen konkrete Zahlen
Frankreich wird den Klimaschutz in den Entwicklungsländern in den kommenden drei Jahren mit einem Milliardenbetrag unterstützen. Sein Land werde jährlich 420 Millionen Euro an Soforthilfen beisteuern, sagte Präsident Nicolas Sarkozy am Freitag beim EU-Gipfel in Paris. Der französische Beitrag liegt damit bei rund 1,26 Milliarden Euro bis Ende 2012.
Auch Deutschland gibt in den kommenden drei Jahren 1,26 Milliarden Euro für den Klimaschutz in den Entwicklungsländern. Diese Summe teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Freitag beim Gipfeltreffen der EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel mit. Pro Jahr sind das 420 Millionen Euro.
Großbritannien will den Entwicklungsländern im Kampf gegen den Klimawandel mit bis zu 1,5 Milliarden Pfund (1,66 Milliarden Euro) in den kommenden drei Jahren unter die Arme greifen. Premierminister Gordon Brown sagte auf dem EU-Gipfel am Freitag zunächst 1,2 Milliarden Pfund zu. Dieser Beitrag zur Anschubfinanzierung der Klimaschutz-Entwicklungshilfe könne aber auf dem Kopenhagener Klimagipfel auf 1,5 Milliarden Pfund erhöht werden, wenn noch Geld für die Entwicklungsländer fehle.
Schweden hatte bereits 765 Millionen Euro zugesagt. Insgesamt will die EU den armen Ländern mit einer Anschubfinanzierung von über sechs Milliarden Euro in den nächsten drei Jahren unter die Arme greifen.
Mitglieder der Umweltorganisation Greenpeace drangen in die Sicherheitszone ein, die für die Gipfelteilnehmer abgesperrt ist und forderten die EU auf, beim Klimaschutz zu handeln. Die Aktivisten hielten drei Transparente mit der Aufschrift "EU: Rette Kopenhagen" hoch. Sie wurden später festgenommen, wie Greenpeace mitteilte.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







