Klimawandel: In der Arktis müssen jetzt Kühlhäuser gebaut werden
zuletzt aktualisiert: 11.12.2009 - 20:36Kopenhagen (RPO). Die Arktis zählt zu den kältesten Regionen der Erde, aber auch im ewigen Eis hinterlässt der Klimawandel seine Spuren: Die Erderwärmung macht dort den vermehrten Bau von Kühlhäusern erforderlich, in denen die Inuit ihre Jagdbeute konservieren können.
Die Interessenvereinigung (ICC) der Ureinwohner aus Grönland, Kanada, Alaska und Russland forderte deshalb am Freitag zusätzliche Finanzhilfen aus den Industrienationen. Infolge des Klimawandels könnten die Inuit nur noch eingeschränkt auf die Jagd nach Robben, Bären oder Walen gehen.
Wie stark der Klimawandel das Leben der Inuit inzwischen beeinträchtigt schilderte der ICC-Vorsitzende James Stotts aus Alaska. Sein 78-jähriger Onkel sei zu einer Zeit im Eis eingebrochen und erfroren, in der es normalerweise dick und sicher sei. Auch Stotts machte sich für Kühlhäuser stark. "Inuits müssen Alternativen finden, ihr Fleisch aufzubewahren." Zudem drohten Siedlungen der Ureinwohner im Meer zu versinken.
Der grönländische Inuit-Führer warnte, der Klimawandel bedrohe das gewohnte Leben seiner Bevölkerungsgruppe wie die Jagd mit Hundeschlitten. Das Eis schmelze schneller als bisher, so dass die Wasserstände stiegen. Auch sei das Eis im Winter nicht mehr so dick wie früher.
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