kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
panorama klimawandel NASA
  Foto: NASA
Kommentare ()

Studie sagt Billionenschäden voraus: Klimawandel kommt schneller und heftiger

zuletzt aktualisiert: 23.11.2009 - 16:12

Berlin/München (RPO). Die Bedrohung durch den Klimawandel ist offenbar stärker als gedacht: Schon vor dem Jahr 2050 drohen laut einer Klima-Studie katastrophale und unumkehrbare Schäden. Allein durch den steigenden Meeresspiegel sind 136 Millionenstädte an den Küsten gefährdet. Es drohen Schäden in Höhe von über 18 Billionen Euro, heißt es in der Erhebung von WWF und Allianz.

Die Erkenntnisse der Studie des Naturschutzbundes WWF und des Versicherungskonzerns Allianz sind alarmierend. Offenbar wird der Klimawandel viel schneller verlaufen als ursprünglich gedacht. Einzelne Klimaphänomene könnten in zahlreichen Regionen bereits vor 2050 einen Punkt überschreiten, ab dem sie unumkehrbar sein und den weiteren Wandel noch zusätzlich verstärken werden.

Zu diesen sogenannten "Tipping Points" (Kipp-Punkten) zählen die Eisschmelze an den Polen, die Trockenheit in Kalifornien, die Veränderungen des Sommermonsuns in Indien und das Waldsterben am Amazonas. Hunderte von Millionen Menschen und ihre Vermögenswerte werden davon unmittelbar betroffen sein, heißt es in der Studie "Tipping Points".

"Die prognostizierten katastrophalen Folgen der Kipp-Punkte betreffen viele Regionen. Eine gemeinsame weltweite Anstrengung aller Länder zur Bewältigung des Klimaproblems ist für alle ökonomisch und ökologisch von Vorteil. Auch die USA müssten im Eigeninteresse ihre Treibhausgasemissionen massiv reduzieren. Der wichtigste nächste Schritt auf diesem Weg ist ein rechtlich verbindliches Abkommen in Kopenhagen", erklärte Regine Günther, Leiterin Klima- und Energiepolitik des WWF Deutschland. 

Steigender Meeresspiegel gefährdet Küstenstädte 

Das Abschmelzen der Polkappen könnte bereits vor 2050 zu einem Meeresspiegelanstieg von einem halben Meter führen. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass dies in den 136 Küstenstädten mit mehr als einer Million Einwohner Vermögenswerte von umgerechnet über 18 Billionen Euro gefährdet.  Küstenregionen sind stärker von diesen Folgen des Klimawandels betroffen, weil hier Stürme und Fluten gleichzeitig verheerende Auswirkungen haben können, wie der Hurrikan Katrina 2005 in New Orleans zeigte. 

Der Südwesten der USA, hauptsächlich Kalifornien, könnte hingegen ähnlich wie Südeuropa von extremer Trockenheit betroffen sein. Laut der Studie werden Dürren spätestens ab Mitte des Jahrhunderts das regionale Klima bestimmen und weitreichende Folgen für die Landwirtschaft, die Wasserversorgung und für die Wälder haben. Die Studie schätzt, dass sich die Schäden durch Waldbrände bis 2050 auf jährlich bis zu 2,5 Milliarden US-Dollar verzehnfachen könnten. Hinzu kommen indirekte Schäden durch die sozio-ökonomischen Veränderungen in der Landwirtschaft und anderen Wirtschaftsbereichen. 

Mehr zum Thema

Möglicher Ausfall des Monsuns bedroht Millionen Inder 

Veränderungen im indischen Sommermonsun wie etwa die Verschiebung von Niederschlagsgebieten und –zeiten sowie das Abschmelzen der Gletscher im Himalaya könnten zunehmenden Dürren und Trockenheit auslösen. Über 70 Prozent der arbeitenden Bevölkerung sind in Indien von der Landwirtschaft abhängig, ihre Existenz damit unmittelbar gefährdet. Die Versorgung der Bevölkerung mit Wasser und Nahrungsmitteln und ebenso die Gesundheit der Menschen in der Region wären bedroht. Die Kosten werden auf rund 40 Milliarden Dollar pro Jahrzehnt bis zur Mitte des Jahrhunderts geschätzt. 

Irreversible Veränderungen in Ökosystemen sind teilweise schon lange angelegt, bevor sie sichtbar werden. Häufig auftretende Dürren und erhöhte globale Temperaturen könnten dazu führen, dass bis zur Mitte des Jahrhunderts das Absterben von bis zu 70 Prozent des Amazonas Regenwaldes bis 2100 vorprogrammiert ist .

In Folge würden in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts große Mengen Kohlenstoffdioxid freigesetzt werden. Bei einer Temperaturerhöhung von zwei Grad Celsius ist ein Verlust von rund 1,6 Millionen Quadratkilometer Regenwald zu erwarten. Umgerechnet würden dadurch zusätzliche CO2-Minderungskosten von bis zu drei Billionen US-Dollar verursacht werden. 

Quelle: ndi/tim

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Eine seltsame Galaxie

Neues aus dem Weltraum

Eine seltsame Galaxie

Ein neues Bild der Europäischen Südsternwarte zeigt die seltsame Galaxie Centaurus A. mehr 

Der "Drache" ist gefangen

Privattransporter erreicht ISS

Der "Drache" ist gefangen

Der "Drache" ist gefangen: Zum ersten Mal hat ein privater Raumtransporter die Internationale Raumstation erreicht. mehr 

mehr Wissen
Aus der Region

Neues aus dem Weltraum

Eine seltsame Galaxie

Privattransporter erreicht ISS

Der "Drache" ist gefangen

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Video

Gefangen im Monster-Stau von Peking

In Chinas Hauptstadt gibt es nicht nur viele Menschen, sondern auch ziemlich viele Autos. Kein Wunder also, dass es dort immer wieder zu ... mehr 

Mehr Nachrichten Wissen Klima

Speditionschef kritisiert Verpackungen

"Jeder fünfte Lkw-Transport überflüssig"

Es wäre ein Schritt nach vorne für die Umwelt: Nach Einschätzung eines Speditionschefs könnten kleinere und bessere Verpackungen zahlreiche Lkw-Fahrten schlicht und einfach überflüssig machen. mehr

 
 
 

Klima-Pressekonferenz des DWD

Klimawandel sorgt für zu warmen Start ins Jahr

 
 
Top-Services
Raumkapsel "Dragon" dockt erstmals an ISS an
Raumkapsel "Dragon" dockt erstmals an ISS an
Der "Drache" ist gefangen: Zum ersten Mal hat .. mehr 
 
Raumkapsel "Dragon" dockt erstmals an ISS an
Raumkapsel "Dragon" dockt erstmals an ISS an
Der "Drache" ist gefangen: Zum ersten Mal hat ..
mehr 
Die skurrilsten Arten 2011
Die skurrilsten Arten 2011
Die skurrilsten Arten 2011
mehr 
Spektakuläre Sonnenfinsternis über Asien und den USA
Spektakuläre Sonnenfinsternis über Asien und den USA
Millionen Menschen auf beiden Seiten des ..
mehr 
Zehn wissenswerte Fakten über Väter
Zehn wissenswerte Fakten über Väter
Zehn wissenswerte Fakten über Väter
mehr 
Das sind die Ergebnisse des Trendchecks "Verlieben"
Das sind die Ergebnisse des Trendchecks "Verlieben"
Das sind die Ergebnisse des Trendchecks "Verlieben"
mehr 
Zehn wissenswerte Dinge über den Muttertag
Zehn wissenswerte Dinge über den Muttertag
Zehn wissenswerte Dinge über den Muttertag
mehr 
Diese Bücher las Adolf Hitler
Diese Bücher las Adolf Hitler
Adolf Hitler war ein begeisterter Leser und ..
mehr 
Nach dem Abi ins Ausland: Das ist möglich
Nach dem Abi ins Ausland: Das ist möglich
Nach dem Abi ins Ausland: Das ist möglich
mehr 
Sehenswerte Bildbände

US-Fotograf Michael Thompson

Aufregend, exzentrisch, faszinierend

Der weltweit gefeierte amerikanische Fotograf Michael Thompson gewährt dem Betrachter in seinem Bildband "Portraits" enthüllende Einblicke in das Leben von Berühmtheiten wie Julia Roberts, Cate Blanchett, Natalie Portman, Sting, Sean Combs, Rihanna ... mehr

 

Die Welt des Fotografen Petr Lovigin

Gummitiere und melancholische Schweine

Wo Badenixen fortgeschrittenen Alters sich eine verbissene Schlacht mit aufblasbaren Gummitieren liefern, wo ein Metzger und sein frisch geschlachtetes Schwein sich einträchtig der Melancholie hingeben, hier ist man angekommen in der magischen Welt ... mehr

 

"New York Times Magazine"

30 Jahre Spitzenfotografie

Seit über dreißig Jahren arbeitet das "New York Times Magazine" mit führenden Fotografen zusammen, erteilt ihnen Aufträge, animiert sie, die gewohnten Pfade zu verlassen und kreative, denkwürdige Bilder zu schaffen. Ein Bildband zeigt jetzt die ... mehr