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Waldzustandsbericht für 2011: Mehr Bäume verlieren ihre Kronen

zuletzt aktualisiert: 02.02.2012 - 19:10

Berlin (RPO). Der Zustand des deutschen Walds hat sich 2011 im Vergleich zum Vorjahr leicht verschlechtert. Mittlerweile zeigt jeder vierte Baum (28 Prozent) deutliche Kronenverlichtungen. Das entspricht einem Anstieg um fünf Prozentpunkte, wie aus der am Donnerstag vom Bundeslandwirtschaftsministerium veröffentlichten jüngsten Waldzustandserhebung hervorgeht.

Die Verschlechterung des Waldzustands wird darin vor allem auf die starke Zunahme der Verlichtung bei der Buche zurückgeführt. Hauptursache war die üppige Bildung von Früchten. "Dieser natürliche Prozess dient der Fortpflanzung, bremst aber den Holzzuwachs und führt zu einer vermehrten Baumkronenverlichtung", erklärte das Ministerium. Mehr als 90 Prozent der Buchen im fortpflanzungsfähigen Alter trugen demnach 2011 Bucheckern.

Eichen erholen sich

Doch es gibt auch gute Nachrichten: Die Eiche hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich erholt. Der Anteil der deutlichen Kronenverlichtungen verringerte sich um zehn Punkte auf 41 Prozent. In etwa unverändert blieb der Zustand der Fichten (27 Prozent Schäden) und der Kiefern (13 Prozent Schäden).

Experten sprechen von einer deutlichen Kronenverlichtung, wenn die Bäume mehr als 25 Prozent weniger Blätter oder Nadeln tragen als gesunde Bäume.

Weniger Bäume mit leichten Schäden

Leichte Schäden an der Baumkrone hatten der Erhebung zufolge 35 Prozent aller Bäume. 2010 waren noch 39 Prozent aller Bäume in dieser Kategorie. Dort finden sich Bäume mit Kronenverlichtungen zwischen 11 und 25 Prozent.

Ein Drittel der Landesfläche in Deutschland besteht aus Wald.
Insgesamt sind es 11,1 Millionen Hektar. Ein Hektar ist in etwa so groß wie ein Fußballplatz.

Die häufigsten Baumarten in Deutschland sind die Nadelbäume Fichte (28 Prozent) und Kiefer (24 Prozent), gefolgt von den Laubbäumen Buche (15 Prozent) und Eiche (10 Prozent).

Der Zustand des Waldes wird bundesweit seit 1984 jährlich von den Ländern erhoben. Die Erhebung basiert auf einem Netz von Stichproben.

 

Quelle: APD

 
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