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panorama CHINA klima abgase AFP
  Foto: AFP, AFP
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Bundesumweltminister warnt vor Scheitern des Klimagipfels: Minimalziel ist Begrenzung auf zwei Grad Erderwärmung

zuletzt aktualisiert: 06.12.2009 - 10:07

Frankfurt/Main (RPO). Einen Tag vor Beginn der Weltklimakonferenz in Kopenhagen hat Bundesumweltminister Norbert Röttgen vor einem Scheitern gewarnt. Das Treffen werde nur dann ein Erfolg sein, wenn sich die dort versammelten 192 Staaten auf eine Begrenzung der Erderwärmung um höchstens zwei Grad verpflichteten, sagte der CDU-Politiker in einem Interview. Dabei handele es sich sogar eher um ein Minimalziel.

"Ich habe nicht vor, mir die Ergebnisse von Kopenhagen schönzureden: Wenn am Ende die Zwei-Grad-Grenze nicht Teil der Absprachen ist, ist Kopenhagen kein Erfolg", sagte der Minister der "Bild am Sonntag". Ein Scheitern der Konferenz könnte nach seinen Worten drastische Folgen haben: "Wenn wir so weitermachen wie bisher, wäre ein Leben auf unserem Planeten, wie wir es bisher kennen, nicht mehr möglich." Wenn immer mehr Menschen auf der Welt immer mehr CO2 ausstießen, werde es als Folge des Klimawandels zu schlimmen Naturkatastrophen kommen.

Röttgen nahm China gegen Vorwürfe in Schutz, ein besonders schlimmer Klimasünder zu sein: "Pro Kopf gerechnet verbraucht ein Deutscher doppelt so viel und ein Amerikaner vier- bis fünf Mal so viel CO2 wie ein Chinese." Trotzdem setze China mehr als viele andere konsequent auf Klimaschutz, weil es die Folgen im eigenen Land und die Chancen des technologischen Wettbewerbs sieht. Denn Investitionen in Klimaschutz seien ein enormer Wettbewerbsvorteil. Wer es schaffe, den Wohlstand im eigenen Land durch kohlenstoffarme Produktionsweisen zu sichern, sei der Gewinner von morgen.

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