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Sieben Fragen an die Forschung
Warum ist Kohlendioxid gefährlich? Wie genau sind die Modelle? Lesen Sie im Folgenden die Antworten auf unsere sieben Fragen.
Von RAINER KURLEMANN
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Warum ist Kohlendioxid gefährlich?
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Treibhausgase sorgen dafür, dass Wärme in der Atmosphäre gespeichert wird. Ohne die natürlich vorkommenden Gase würde die Erde auskühlen, zu viel davon lässt aber die Temperatur der Erdatmosphäre ansteigen. Kohlendioxid kann besonders gut Wärme speichern.
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Hat sich der Gehalt an Kohlendioxid in der Atmosphäre verändert?
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Die Menge des Treibhausgases lässt sich exakt messen. Sie liegt derzeit bei etwa 380 ppm (Millionstel Anteile) und damit um fast 40 Prozent höher als vor Beginn der industriellen Revolution (280 ppm). Die Analyse von Luft, die im ewigen Eis der Antarktis eingeschlossen wurde, zeigt, dass die Konzentration in den vergangenen 100000 Jahren deutlich niedriger war als heute. Hauptquelle des nicht natürlichen Vorkommens von CO2 ist Verbrennung fossiler Energieträger.
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Die Schwankungsbreite der Prognosen ist sehr groß. Warum?
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Wichtiger Faktor für die Temperaturberechnung ist die CO2-Menge. Die Rechenmodelle gehen von verschiedenem Verhalten des Menschen aus, entsprechend verändert sich der CO2-Eintrag in die Atmosphäre. Meistens rechnen die Forscher mit einer Konzentration von 550 ppm. Das würde bedeuten, dass der CO2-Ausstoß bis 2050 gegenüber 1990 um 60 Prozent sinken muss. Manche Szenarien mit noch katastrophaleren Auswirkungen fußen auf der Annahme, dass die CO2-Reduktion nicht gelingt.
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Sind die Ausprägungen des Klimawandels überall gleich?
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Nein, die Wissenschaft berechnet nur die globale Erwärmung. Für die regionalen Folgen liegen erst wenige Modelle vor. Am Nordpolarmeer sind die Temperaturen deutlich stärker gestiegen als im Durchschnitt. Der Klimawandel bedeutet auch, dass es in einigen Regionen kälter werden könnte, etwa wenn der Golfstrom versiegen sollte.
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Wie testen Klimaforscher Modelle?
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Zunächst müssen die Modelle rückwärts gerechnet stimmen: sie müssen also bereits bekannte Wetterdaten richtig wiedergeben. Zudem verwenden die Forscher verschiedene Rechenmodelle, kommen aber zu gleichen Ergebnissen.
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Wie genau sind die Modelle?
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Noch längst sind nicht alle Faktoren für Klimaveränderung berücksichtigt. Allerdings werden die Modelle jedes Jahr besser.
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Klimaforscher haben mehr Hurrikans vorhergesagt, in der Karibik gab es dieses Jahr aber weniger Stürme.
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Die Modelle machen keine exakten Wettervoraussagen. Vielmehr berechnen sie die durchschnittliche Veränderung. Wenn es heißt, dass die Winter wärmer werden, bedeutet das nicht, dass es nie mehr schneit - wohl aber, dass die Zahl der Frosttage im Schnitt abnimmt.