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Speck-Alarm: Affen in japanischem Park zu fett

zuletzt aktualisiert: 06.05.2008 - 10:38

Osaka (RPO). Da schielt man hierzulande neidisch nach Japan, wenn es um Körperfett und Übergewicht geht, doch siehe da: im Land der aufgehenden Sonne sind nicht alle Lebewesen rank und schlank. Ein Blick in den Ohama-Park nahe Osaka entlarvt Bedenkliches und wirft Fragen über die angeblich so gesunden japanischen Essgewohnheiten auf. Können Sushi und Co doch dick machen?

50 Makaken lassen es sich auf 420 Quadratmetern gut gehen - zu gut, finden jetzt einige Park-Angestellte, denn ihre tierischen Bewohner haben neuerdings Probleme mit der Fortbewegung. Etwa fünf bis elf Kilogramm wiegt ein gesundes Affenexemplar laut japanischem Umweltministerium, knapp dreißig Kilo bringt das stolzeste männliche Tier auf die Waage. Das Problem liegt auf der Hand, oder eher: am Bauch. Mittlerweile sollen 30 Prozent der Makaken im Park übergewichtig sein, die fünf Spitzenreiter wiegen mehr als 15 Kilo. Anfängliche Vermutungen, eine Schwangerschaft könne für die Rundungen verantwortlich sein, hatten sich nicht bestätigt.

Besorgte Parkangestellte reagierten bereits im letzten Jahr und setzten die Affen mit weniger fettreichem Futter auf Diät. Doch das Problem nimmt unübersehbare Ausmaße an.

Verantwortlich für die ausufernden Affenpfunde: mitfühlende Parkbesucher, die ihre Mahlzeiten mit den Makaken teilen. Ob Überreste vom Frühstück oder Erdnüsse und (der Klassiker) Bananen, die Japaner teilen gerne - trotz aufgestellter Warnhinweise. Ob der Park immer noch zu großzügig füttert? Nein, findet ein Mitarbeiter der Parkverwaltung. Die Menge sei richtig, schließlich bliebe vom Futter nie etwas übrig.

Nun debattiert die Stadtverwaltung darüber, ob in diesem Jahr aus affenschutztechnischen Gründen ein Zaun errichtet werden soll. Dies fordert mittlerweile auch das Japanische Affen-Zentrum in der Stadt Inuyama. Begründung: eine unbegrenzte Zufuhr von Nahrung grenze an Missbrauch. 


 
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