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Deutschland friert: Die eisige Kälte aus Russland lässt derzeit viele bibbern. Wie kann sich der Mensch gegen die Kälte schützen? Und wie hält er Haus und Auto bei dem momentanen Winterwetter in Schuss? Wir geben wichtige Tipps rund um das Winterwetter.
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Nach dem Zwiebelprinzip kleiden: Damit ist man draußen so dick wie nötig eingepackt und kann sich in warmen Räumen Schicht um Schicht ausziehen. Personal Shopperin Maria Hans empfiehlt, leichte Klamotten als unterste Schicht zu tragen und darüber etwas Warmes zum Ausziehen - wie etwa Stulpen über eine Jeans. Strumpfhose und Skiunterwäsche sind im Alltag eher unpraktisch.
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Richtige Ernährung kann gegen Kälte helfen: Experten empfehlen warme Speisen wie Suppen, Aufläufe oder Eintöpfe und diese sollten dann mit Chili, Ingwer, oder Zimt gewürzt werden. Grund: Scharfe Gewürze regen die Durchblutung an, das heizt den Körper von Innen auf.
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Vor dem Joggen aufwärmen: Fußkreisen und Traben auf der Stelle bereiten Knöchel, Waden und Knie auf den Kälteeinsatz vor. Wie Ronny Moriabadi von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement in Saarbrücken empfiehlt, ziehen sich Läufer am besten hinterher schnell etwas Trockenes über.
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Kälte beansprucht die Haut in besonderem Maße. Wer seine Haut falsch pflegt, der riskiert sogar Erfrierungen. Die Gesichtshaut schützt bei kalten Temperaturen eine fetthaltige Feuchtigkeitscreme. Gut sind auch tagsüber gehaltvolle Nachtcremes, raten Dermatologen. Ein guter Flüssigkeitshaushalt sorgt für ausreichende Feuchtigkeit im Hautorgan.
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Elektronische Geräte warmhalten: Smartphone, Kamera und MP3-Player kommen am besten in die Jackentasche. Dort entladen sich Akkus und Batterien nicht so schnell, wie das Informationszentrum Mobilfunk (IZMF) erklärt. Die Geräte sollten zudem nie auf die Heizung gelegt werden - Kondenswasser kann die Elektronik zerstören.
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Hunde nicht zu sehr belasten: Wenn das Tier beim Gassigehen zittert, sollte der Spaziergang beendet werden, wie der Deutsche Tierschutzbund rät. Bei starkem Frost wird der Hund besser nur kurz und dafür mehrmals täglich ausgeführt. Lange Spaziergänge bei Kälte und beißendem Wind seien nicht zu empfehlen.
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In Deutschland ist von Mitte November bis Ende Februar per DIN-Norm
Winterdiesel vorgeschrieben: Der Kraftstoff muss bis mindestens minus 20 Grad Celsius frostsicher sein. Wenn es aber noch kälter wird, wird es eng für Dieselfahrer. Ist der Motor versulzt, muss der Wagen in die Werkstatt. Zur Vorbeugung kann der Autofahrer zum Beispiel in einer warmen Garage parken. Auch eine Standheizung könnte helfen. Techniker warnen dringend davor, wie früher ein paar Liter Benzin dazuzutanken. Die modernen Dieselmotoren würden das wesentlich explosivere Benzin möglicherweise nicht überleben.
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Den
Pflanzen, die vielfach schon wieder zu knospen begannen, kann die die plötzliche Kälte kurzfristig schaden, wenn empfindliche Triebe absterben. In der Regel verkraften sie diesen Verlust und können im Frühjahr erneut austreiben.
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Richtig lüften: Mindestens fünf Minuten stoßlüften beugt Schimmel in der Wohnung vor - auch wenn die Eiseskälte davon abschreckt. Erst weit aufgerissene Fenster sorgten für einen ausreichenden Luftaustausch, erläutert der Verband Privater Bauherren (VPB). Die Heizung sollte dabei ausgemacht gemacht werden.
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Wer unseren
Gartenvögeln was Gutes tun möchte, kann geeignetes Vogelfutter anbieten. "Obwohl unsere Vögel auf diese Futtergabe nicht angewiesen sind, nehmen sie es als Zubrot zur natürlichen Nahrung häufig gerne an", so Julian Heiermann vom Nabu. In Naturgärten finden Vögel an den Samenständen stehen gelassener Stauden und an vielen heimischen Strauchgehölzen zusätzlich natürliche Nahrung.
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Autobatterie prüfen: Ist die Batterie schon vier oder fünf Jahre alt, könne sie bei starkem Frost kaum noch genug Leistung liefern, warnt der ADAC. Der Wagen springt dann nicht mehr an. Autofahrer lassen eine alte Batterie am besten in der Werkstatt prüfen und gegebenenfalls austauschen.
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Frische Maulwurfshügel deuten darauf hin, dass der Frost auch in den Boden kriecht und die Maulwürfe tiefere Bodenschichten aufsuchen. Insekten und andere Gliedertiere, wie Spinnen und Asseln, halten es ähnlich wie Winterschläfer. Sie verfallen in eine Kältestarre und ihr körpereigenes Frostschutzmittel verhindert beim Einfrieren die Entstehung von Eiskristallen, die das Körpergewebe sonst zerstören würden.
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Fahrradbremsen vor Abfahrt testen: Die Bremszüge können bei Frost zufrieren und die Bremsen versagen. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) rät daher zu einem Bremstest vor der Fahrt.
Eingefrorene Bremszüge sollten erst im Warmen aufgetaut und rissige Züge ausgetauscht werden.
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Rohre vor dem Zufrieren schützen: Das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung (IFS) rät, die Heizung auch in Räumen aufzudrehen, die nicht bewohnt sind. Ein Runterdrehen auf das Eiskristallsymbol reiche nicht - das schütze den Heizkörper, aber nicht die Leitungen. Das Ventil sollte nie ganz zugedreht sein. Zudem wird am besten das Wasser für Außenleitungen abgedreht.
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Unterkühlung kann Gesundheitsschäden oder den Tod herbeiführen. Bei nur lokalen Kälteeinwirkungen kommt es zu Erfrierungen. Unterkühlte Personen sollten möglichst nicht bewegt werden. Bei der Wiedererwärmung oder bei Bewegung kommt es zum Temperaturausgleich und die Kerntemperatur der Körpers kann weiter absinken. Dies kann zum so genannten Bergungstod führen. Wenn möglich, gezuckerte Getränke verabreichen (kein Alkohol, Kaffee oder Schwarztee).
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Was sollte ich
im Auto dabei haben? Diese zehn Dinge sind unverzichtbar, wenn es richtig kalt wird: Frostschutzmittel, witterungsbeständige Matten für Front- und Heckscheibe, Starthilfekabel, Handfeger bzw. Kehrbleche für Schnee und Eis, Pflegemittel für Dichtungen an Autotüren, Eiskratzer und Scheiben-Enteiser, Schneeketten, wärmende Decken, Abschleppseil und Ersatzbirnen.
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Lippen haben keine Talgdrüsen und können sich darum nicht selber mit Fett versorgen. Sie sind der Witterung also schutzlos ausgeliefert. Hier raten Dermatologen, einen Lippenpflegestift zu verwenden. Trockene Lippen abzulecken, scheint zunächst zu helfen. Das Gegenteil aber ist der Fall: Im Speichel enthalten ist ein Enzym, das Fett abbaut und so die Lippen noch spröder macht.
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Frostschutzmittel verwenden: Nur so lässt sich die
Scheibenwischanlage wirklich eisfrei halten, mahnt der ADAC. Beheizte Waschdüsen reichten nicht aus, um auch das Leitungssystem und den Vorratsbehälter vor Frost zu schützen. Der Autoclub rät zudem von selbstgemischtem Wischwasser aus Spülmittel und Spiritus ab.
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Zu guter Letzt noch ein dringender Hinweis der Feuerwehr: Bitte bei der Eiseskälte keine Laternen oder andere Metallgegenstände
mit der Zunge berühren. Auch in diesem Jahr mussten bereits zahlreiche, festgefrorene Jugendliche aus dermaßen prekären Lagen befreit werden.