Tiefgefrorener Fund: Baby-Mammut in Sibirien entdeckt
zuletzt aktualisiert: 12.07.2007 - 14:11Düsseldorf (RPO). Ein 10.000 Jahres altes Baby-Mammut ist in Sibirien entdeckt worden. Der tiefgefrorene Kadaver soll in Japan untersucht werden. Forscher erhoffen sich dadurch Hinweise auf den Klimawandel.
Ein Rentierzüchter fand das Mammut-Junge in der Region Jamal-Nenez, teilte der stellvertretende Leiter des zoologischen Instituts der russischen Akademie für Wissenschaften, Alexej Tichonow, in Moskau mit. Tichonow sagte, der gut erhaltene Mammut-Kadaver könne eventuell Aufschlüsse für Studien zum Klimawandel geben.
"Das Mammut ist ein Tier, hinter dem eine ganze Epoche liegt", sagte Tichonow. "Ein riesiger Zeitrahmen, in dem sich das Klima änderte." Wenn man Aufschlüsse über den Klimawandel haben wolle, müsse man Informationen nutzen, die man von den Mammuts erhalten könne.
Das Jungtier ist 1,2 Meter groß und im Dauerfrost sehr gut erhalten geblieben. Augen und Rüssel seien nahezu intakt, und auch etwas Fell sei erhalten geblieben, sagte Tichonow. Die ersten Mammut lebten nach wissenschaftlichen Schätzungen vor 4,8 Millionen Jahren, die letzten starben vor 4000 Jahren aus. In Studien wird entweder der Klimawandel oder die Ausrottung durch den Menschen als Grund für ihr Verschwinden vermutet.
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