Die Halong-Bucht im Norden Vietnams gehört seit 1994 zum Weltnaturerbe. Hier ragen knapp 2.000 Kalkfelsen bis zu 100 Meter hoch aus dem Wasser - teilweise bewohnt. In den unzähligen Grotten rauben Stalaktiten und Stalagmiten den Besuchern den Atem. Zu Kriegszeiten gegen Franzosen und Amerikaner dienten die Höhlen zu Auffanglagernlagern von Flüchtlingen und Kranken. Heute ist ihre Existenz gefährdet, wie die von weiteren 100 Unesco-Weltkulturstätten.
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Der neue Bildband von National Geographic "Bedrohte Paradiese" zeigt beeindruckende Bilder dieser Kultur- und Naturstätten, die durch Verfall, Krieg, Naturkatastrophen oder Bauprojekte in ihrer Existenz gefährdet sind.
Dazu gehört auch der Tempel des Zeus, der langsam auseinanderfällt. Auch die Restaurationsmaßnahmen 1960 verlieren schon ihre Wirkung. Es ist einer der größten Tempel der griechischen Antike.
Die historische Altstadt Dresdens, der auch "Elbflorenz" genannten Hauptstadt des Freistaats Sachsen ist durch Bauwerke vorwiegend im Barock-Stil geprägt. Der geplante Bau der Waldschlößchenbrücke beeinträchtigt das Stadtbild und gefährdet das Elbtal als Weltkulturerbe.
Der Totentempel der Hatschepsut in Deir el-Bahari (Ägypten) wird von der Königin selbst bewacht.
Machu Picchu ist eine der größten Touristenattraktionen Südamerikas und lockt täglich knapp 2.000 Besucher an. Um das Kulturerbe der Inka in Peru zu schützen, forderte die Unesco die Begrenzung auf 800 Besucher pro Tag.
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Viele der barocken Figuren auf der Karlsbrücke zu Prag sind heute Nachbildungen. Die Originale der 1357 erbauten Brücke befinden sich im Prager Lapidarium.
Der "Goldene Pavillon" in Kyoto ist einer der bekanntesten Tempel in Japan. Die oberen Stockwerke sind komplett mit Blattgold überzogen. Der buddhistische Tempel wurde 1397 errichtet und gehört seit 1994 zum Weltkulturerbe.
Im äthiopischen Wallfahrtsort Lalibela stehen elf Kirchen, die während des 12. und 13. Jahrhunderts gebaut wurden. Die Kirchen sind monolithische Gebilde, also Gebetshäuser aus einem Stück Stein.
Die Reisterrassen von Banaue auf den Philippinen gibt es seit 2000 Jahren und gehören zu den nationalen Kostbarkeiten. Die Felder setzen sich auch an Hängen mit 70 Prozent Steigung fort und gehören seit 1995 zum Weltkulturerbe.
Die Moschee ist das Wahrzeichen der malischen Stadt Djenné am Ufer des Niger. Das vollständig aus Lehm bestehende Bauwerk wurde 1907 errichtet und wird nach jeder Regenzeit von den Bewohnern neu verputzt.
Die Macquarie-Insel gehört zu Australien und ist seit 1978 ein staatliches Naturreservat. Grund dafür ist, dass dort jedes Jahr tausende Seevögel brüten.
Die Grotten des Vézère-Tals in Frankreich. In der Höhle Lascaux befinden sich die ältesten Kunstmalereien der Menschheitsgeschichte. Das ausgestoßene Kohlendioxid von mehr als 1.000 Besuchern pro Tag beschädigt die Bilder erheblich.
Der Gipfel des Mount Gibson im Kluane Nationalpark in Kanada gehört seit 1979 zum Unesco Weltkulturerbe. Der Gletscher ist Teil des 22.000 Quadratkilometer großen Nationalparks in der kanadischen Provinz Yukon.
Das Great Barrier Reef ist das größte Korallenriff der Welt. Es gehört seit 1981 zum Unesco Weltkulturerbe und zählt darüber hinaus auch zu den sieben Weltwundern der Natur.