Erste systematische Zählung seit Ende des Bürgerkrieges: Berggorillas: Population in Zentralafrika deutlich gewachsen
zuletzt aktualisiert: 20.01.2004 - 11:33Paris (rpo). Endlich einmal eine erfreuliche Nachricht von einer vom Aussterben bedrohten Tierart: Die Population der Berggorillas in den zentralafrikanischen Virunga-Bergen hat sich in den vergangenen 15 Jahren deutlich erhöht.
Nach einer aktuellen Zählung leben dort heute 380 Gorillas und damit 17 Prozent mehr als bei der letzte Zahlung im Jahr 1989, wie Tierschützer aus Ruanda, Udanga und der heutigen Demokratischen Republik Kongo am Montag in Paris bekannt gaben.
"Der Berggorilla gehört zu den bedrohten Arten, und der Anstieg seines Bestandes ist eine großartige Neuigkeit für uns und für den Rest der Welt", sagte Fidel Ruzigandekwe, ein Vertreter der ruandischen Behörde für Tourismus und Nationalparks (ORTPN).
An der Zählung war unter anderem der Dian Fossey Gorilla Fund beteiligt. Es war die erste systematischen Erhebung der Menschenaffen nach dem Ende des blutigen Bürgerkrieges zwischen Hutus und Tutsi in Ruanda, Uganda und dem früheren Zaire, der heutigen Demokratischen Republik Kongo.
Viele der verschwunden geglaubten Tiere hätten dank genetischer Bestimmung in anderen Kolonien wieder aufgespürt werden können, wo sie eine neue Untergruppe gebildet hätten.
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