Klimawandel: China holt USA als weltgrößten Klimasünder ein
zuletzt aktualisiert: 29.10.2008 - 16:22Peking (RPO). Ein wenig ehrenhafter Spitzenplatz für die Volksrepublik: China hat die USA als weltgrößten Klimasünder eingeholt. Das geht aus einem Weißbuch zum Klimawandel hervor, das die chinesische Führung am Mittwoch in Peking vorstellte.
Der Vize-Minister für Planungsangelegenheiten, Xie Zhenhua, betonte allerdings, wenn der Ausstoß an klimaschädlichen Treibhausgasen auf Pro-Kopf-Basis bemessen würde, läge China deutlich weiter hinten auf der Rangliste. Es falle der Volksrepublik im übrigen schwer, den Klimagas-Ausstoß unter Kontrolle zu bekommen, weil das Land nach wie vor stark von Kohle abhängig sei.
Schon jetzt sei die Erderwärmung in China deutlich zu spüren, heißt es in dem Weißbuch: "Extreme Klima-Phänomene wie hohe Temperaturen, heftige Niederschläge und langanhaltende Dürren kommen häufiger und intensiver vor" als früher. Wenn alles beim Alten bleibe, werde es mehr Naturkatastrophen geben und zu Ernteausfällen und Problemen in der Viehzucht kommen - langfristig erschwere dies die Ernährung der 1,3 Milliarden Menschen im Land. Dem Weißbuch zufolge wurden seit Mitte der 80er Jahre 21 warme Winter registriert. Der Winter 2007 sei sogar der wärmste seit Beginn detaillierter Aufzeichnungen im Jahr 1951 gewesen.
Xie bekräftigte die Position der Schwellenländer, dass die Industrieländer beim Kampf gegen Treibhausgase und Klimawandel vorangehen müssten. Außerdem müssten sie den Entwicklungs- und Schwellenländern energiesparende und damit klimafreundliche Technologien zur Verfügung stellen.
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