Meteoritenschauer in Asien: Der Sternschnuppenregen blieb aus
zuletzt aktualisiert: 18.11.2009 - 09:04Neu-Delhi (RPO). Sie wollten alle den Sternschnuppenregen der Leoniden sehen und waren zu Tausenden mitten in der Nacht vor die Tür gegangen, doch der erwartete Meteoritenschauer in Asien blieb in der Nacht zum Mittwoch aus.
Zum Teil auch, weil Wolken den Himmel verdeckten. Eine Gruppe von indischen Amateurastronomen im Naturschutzgebiet Siriska rund 150 Kilometer südlich von Neu-Delhi zählte aber immerhin 78 Sternschnuppen in vier Stunden.
Bei den Leoniden handelt es sich um einen Meteorstrom, der aus Bruchstücken des Kometen Tempel-Tuttle entstanden ist. Im November kreuzt die Erde regelmäßig die Bahn dieser Meteorwolken. Wenn die Bruchstücke in die Erdatmosphäre kommen, verglühen sie, was am Himmel dann als Sternschnuppen zu sehen ist.
Alle Sternschnuppen scheinen dabei aus der Richtung des Sternbilds Löwe (Leo) zu kommen, von dem sie den Namen Leoniden bekommen haben. Die Nasa erklärte, in diesem Jahr könne es bis zu 300 Sternschnuppen in der Stunde geben. In einer normalen Nacht sind es etwa acht pro Stunde.
"Es war kein Mond am Himmel, was gut für eine Beobachtung ist", sagte Yogeshwar Kanu Aggarwal, ein Mitglied der Gruppe der indischen Amateurastronomen. "Wir konnten Lichtblitze sehen, die fast zehn Sekunden dauerten und so hell wie der Sirius waren."
An vielen anderen Orten und Ländern wie Nepal blockierten aber auch Wolken oder Nebel den Blick auf den Sternschnuppenregen.
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