Klimawandel: Die Alpen-Gletscher schmelzen weg
zuletzt aktualisiert: 02.08.2006 - 10:25München (rpo). Die Alpen-Gletscher schmelzen. Ursache ist der Klimawandel, die Folgen sind vermutlich Naturkatastrophen. Experten warnen vor häufigeren Überschwemmungen, Felsstürzen und Murenabgängen.
Danach ist in den nächsten Jahren vermehrt mit Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Felsstürzen und Murenabgängen zu rechnen. "Was uns extrem überrascht, ist die Geschwindigkeit des Klimawandels und die damit verbundenen verheerenden Folgen", sagte der Leiter des Instituts für Meteorologie und Klimaforschung in Garmisch-Partenkirchen, Wolfgang Seiler, dem "Münchner Merkur". Nach Seilers Prognose wird der Plattferner auf der Zugspitze voraussichtlich schon in 15 Jahren gänzlich verschwunden sein.
"Der Gletscherschwund schreitet schneller voran als wir dachten, es sieht leider gar nicht gut aus", bestätigte auch die Biologin Sylvia Hamberger von der Münchner Gesellschaft für ökologische Forschung dem Blatt. Zuletzt habe die große Hitze des Julis den Eismassen extrem zugesetzt. Die Null-Grad-Grenze habe wochenlang bei über 4.000 Metern gelegen.
Vor einem Gipfeltreffen mit Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf (CSU) auf der Zugspitze warnten mehrere Experten vor der "niederschmetternden und sehr bedrohlichen Entwicklung".
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