Foto: WWF/Michel Gunther
Antarktische Seeelefanten können von allen Säugetieren am besten die Luft anhalten: Bis zu zwei Stunden hält Mirounga spp. es im kalten Wasser aus, bevor er wieder zum Atem schöpfen an die Wasseroberfläche muss. Bei diesen Tauchgängen stoßen die Tiere in Tiefen von bis zu 1.800 Metern vor. Einige Arten der Weichschildkröten können sogar über 15 Stunden unter Wasser bleiben.
Foto: WWF/Martin Harvey
Schwangere Kängurus können auf die Pause-Taste drücken und ihre
Tragzeit unterbrechen. In Stress-Zeiten – etwa, wenn es an Futter oder
Wasser mangelt – stoppt ein Botenstoff die Entwicklung des Embryos. Sind
die Bedingungen wieder besser, wird die so genannte Keimruhe aufgehoben
und das Kängurukleines wächst weiter, als wäre nichts passiert.
Foto: ddp
Ganz so nah rangehen wie an dieses Exemplar sollte man an Giftschlangen generelll nicht. Doch gegen das Gift des
Wunderbaums (Ricin communis), auch Christuspalme genannt, ist sämtliches Schlangengift ein Witz. Dessen Samen enthalten Ricin, das 12.000 Mal tödlicher ist als das Gift einer Klapperschlange. Die Pflanze wird im großen Stil in Indien, Brasilien und China für die Herstellung des vielleicht unangenehmen, aber gänzlich ungiftigen Rizinusöls angebaut.
Foto: WWF/André Bärtschi
Der Tibetische
Raupenkeulenpilz (Cordyceps sinensis) ist gewissermaßen eine Kreuzung aus Pflanze und Tier und wirkt angeblich so gut, dass der Preis für ein Kilo des Pilzes inzwischen bei 7.000 US-Dollar liegt. Damit ist der parasitische Pilz halb so viel wert wie Gold. Nach dem Ausbruch von SARS in Hongkong schnellte die Nachfrage nach dem „Raupenpilz“ in die Höhe. Er soll die Abwehrkräfte stärken und wurde in den 90er Jahren von chinesischen Leichtathleten als Dopingmittel benutzt.
Foto: ddp
Winzig, leicht und Spitzenreiter: Die
Hummelfledermaus (Craseonycteris thonglongyai) hält den Rekord als kleinstes Säugetier der Erde. Mit ihren knapp drei Zentimetern und zwei Gramm Gewicht ist die im Norden Thailands lebende Fledermaus leicht zu übersehen. Deshalb wurde die bedrohte Art auch erst 1973 entdeckt. Ähnlich klein ist die Etruskerspitzmaus, die bis zu vier Zentimeter lang wird.
Foto: WWF/Michel Gunther
Wofür ist es gut, dass das
Faultier einen ganzen Monat braucht, um eine Mahlzeit zu verdauen? Eine Frage, für deren Beantwortung das faulste Wesen der Erde sicher lange bräuchte. Alles am Faultier ist langsam, und zwar immer: Wenn es sich sehr beeilt, legt es in einer Minute fünf Meter zurück. An guten Tagen. Doch die haben beim Faultier nur vier Stunden. Denn ganze zwanzig Stunden schläft es tief und fest – jeden Tag.
Foto: ddp
Das tödlichste Tier der Meere, die
Seewespe, kann einen Menschen binnen zwei Minuten töten. Das Sekret der auch Australische Würfelqualle genannten Giftspritze reicht für sechzig bis siebzig Menschen aus. Damit ist Chironex fleckeri mit ihren bis zu drei Meter langen Tentakeln das giftigste Tier der Welt und weitaus giftiger als jede bekannte Schlangenart. Jedes Jahr fallen der Seewespe mehr Menschen zum Opfer, als bei Hai-Attacken ums Leben kommen.
Foto: WWF/Peter Langendyk
Der
Blauwal ist die größte, schwerste und lauteste Tierart auf unserem Planeten. Der längste je gefangene Blauwal, ein Weibchen, war 33,58 Meter lang und wog 190 Tonnen. Üblich sind 27 Meter bei 130 bis 150 Tonnen Gewicht. Wenn Blauwale „sprechen“, erreichen sie problemlos 188 Dezibel. Zum Vergleich: Ein Presslufthammer bringt es auf 80, ein Düsenjäger auf 130 Dezibel.
Foto: ddp
Das wahrscheinlich älteste Tier der Welt ist ein
Riesenschwamm im Südpolarmeer der Art Scolymastra joubini. Das gut zwei Meter große Exemplar wird auf rund 10.000 Jahre geschätzt und wird von einigen Experten sogar für unsterblich gehalten. An Land gilt die Langlebige Grannenkiefer als Methusalem. Ein Exemplar von Pinus longaeva keimte vor 4.840 Jahren und steht immer noch – und zwar in den kalifornischen White Mountains.
Foto: ddp
Hier sehen wir zwar nur einen Artverwandten, doch der
Indopazifische Fächerfisch (Istiophorus platypterus) kann über Schnellboote nur lachen. Ganz ohne PS bringt er es auf 110 Kilometer in der Stunde. Für den Wanderfalken (Falco peregrinus) ist das Fortbewegung im mittleren Gang: Sein Höchsttempo liegt bei 230 km/h.
Foto: WWF/Hal Whitehead
Seltsame Tischsitten pflegt der
Pottwal. Steht Pinguin auf seiner Speisekarte, saugt er ihn wie ein rohes Ei aus und spuckt die Reste zurück ins Meer – nur eben keine Schale, sondern den leeren Frack des Gefressenen, der dann als unbelebte Hülle durchs Meer schwebt. Der Pottwal fällt aber nicht nur wegen dieser Gewohnheit auf. Nachweislich kann er am tiefsten tauchen (2.000 Meter in einer Stunde und dreizehn Minuten).