Naturschauspiel auf Helgoland: Die Trottellummen springen wieder
zuletzt aktualisiert: 11.06.2003 - 15:56Helgoland (rpo). Zum fliegen lernen müssen die jungen Trottellummen erstmal ins Wasser. Dazu stürzen sie sich auf der Nordseeinsel Helgoland todesmutig aus 30 bis 40 Metern Höhe von einem Felsen in die Tiefe.
Am Lummenfelsen an der Westseite der Hochseeinsel brüten derzeit knapp 2000 Paare dieser Vogelart. Trottellummen lehren ihre Jungen das Fliegen nicht vom Nest aus, sondern im Wasser. Bis dahin muss es der Nachwuchs aber erst einmal schaffen. So kommt es rund um den Seevogelfelsen alljährlich im Juni zum Lummensprung, der vorwiegend in der Abenddämmerung stattfindet. Rund zehn Wochen lang dümpeln die Jungtiere danach im Wasser, bevor sie flügge sind und mit ihren Flugübungen beginnen.
Der Helgoländer Lummenfelsen ist mit nur einem Hektar Deutschlands kleinstes Naturschutzgebiet, zugleich das mit der größten Brutvogeldichte. Neben den Trottellummen brüten hier unter anderem Dreizehenmöwen, mit wenigen Exemplaren der Tordalk und der Eissturmvogel sowie seit einiger Zeit auch Basstölpel.
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