Der WWF hat die zehn am meisten durch Handel bedrohten Tierarten der Welt aufgelistet.
Foto: WWF, Birgit Felgentreu
Afrikanischer Elefant: Der kommerzielle Elfenbeinhandel ist seit 1989 international verboten. Geschmuggelt wird das “weiße Gold” dennoch, hauptsächlich, weil die Behörden vieler afrikanischer Staaten die Einhaltung der bestehenden strengen Gesetze nicht gründlich kontrollieren.
Menschenaffen: Alle Menschenaffenarten – Orang Utans, Schimpansen, Gorillas, Bonobos – sind immer noch durch Wilderei und Handel stark bedroht. Sie werden auch als „Haustiere“ gehandelt.
Tiger: China erwägt, das nationale Handelsverbot für Tigerprodukte wieder aufzuheben. Nach Ansicht des WWF wäre dies das Todesurteil für die höchstens noch 5.000 bis 7.000 wilden Tiger weltweit.
Foto: WWF, Richard Peirce
Heringshai: Auf deutschen Tellern landet Heringshai als „See-Stör“ oder „Kalbsfisch“. Heringshaie enden auch als Düngemittel.
Foto: WWF, Peter Prokosch
Asiatische Nashörner: So bedroht wie die Asiatischen Nashörner sind kaum andere der großen Säugetierarten: vom Javanashorn gibt es noch etwa 50 Tiere, vom Sumatranashorn leben noch höchstens 320 Individuen.
Europäischer Flussaal: Überfischung hat die Aal-Bestände Europas teilweise zusammenbrechen lassen. Jedes Jahr werden nach WWF-Schätzungen 30.000 Tonnen Aal in Europa gefangen.
Korallen: Die rote ist die wertvollste unter den Korallen. Die wirbellosen Meerestiere aus dem Mittelmeer sind vor allem als Schmuck beliebt. Inzwischen gibt es nur noch überwiegend kleine, oft nicht fortpflanzungsfähige Kolonien.
Foto: WWF-Canon, Ronald PETOCZ
Tibetantilope: Ihr Fell wird der Tibetantilope zum Verhängnis: Zu feiner Wolle verarbeitet werden aus ihm Shahtoosh-Schals, die Höchstpreise bis zu 10.000 Euro pro Stück erzielen. Für jeden Schal sterben bis zu fünf Tiere – trotz eines CITES-Handelsverbots für Shahtoosh von 1979.
Foto: WWf, Andy Murch Elasmodiver
Dornhai: In Deutschland wird Dornhai als Seeaal verkauft, aus den Bauchlappen werden Schillerlocken gewonnen. In Großbritannien ist Dornhai Bestandteil von „Fish and Chips“. Dornhaie sind stark überfischt und im Nordostatlantik seit den 1960er Jahren um mehr als 90 Prozent zurückgegangen.
Foto: WWF, Matt Garvey & Chris Gardner
Sägefisch: Die Bestände dieser sehr auffälligen Tiere sind in jüngster Zeit dramatisch zurückgegangen. Die sieben Arten der Sägefische werden lebend für Aquarien gehandelt, sind aber auch als Speise beliebt. Ihre typischen sägeähnlichen Schnauzen werden als Souvenir oder rituelle Waffe verkauft.