Kenia: Elefanten leiden unter Dürre und Wilderei
zuletzt aktualisiert: 09.09.2009 - 20:41Nairobi (RPO). Die schlimmste Dürre in Kenia seit zwölf Jahren und eine Zunahme der Wilderei haben im Norden des Landes zum Tod von mehr als 100 Elefanten geführt. Die Dürre führe zu Hunger, und zu wenig Nahrung mache die Tiere anfällig für Krankheiten, sagte der Zoologe Iain Douglas-Hamilton, Gründer der Organisation Save the Elephants. "Elefanten, vor allem die jungen und die alten, beginnen zu sterben."
Die Zunahme der Wilderei führt Douglas-Hamilton auf eine Entscheidung des Ständigen Ausschusses des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) vom vergangenen Jahr zurück. Damit wurde mehreren Staaten im Süden Afrikas eine einmalige Ausnahmegenehmigung für die Versteigerung von Elfenbein aus Lagerbeständen erteilt. Umweltschützer befürchten, dass angesichts hoher Preise auch illegales Elfenbein in die Lagerbestände geschmuggelt wird.
In Kenia leben etwa 23.000 Elefanten. Durch Wilderei kann ihre Zahl aber innerhalb weniger Jahre dezimiert werden. Jüngste Studien aus dem Tschad zeigen, dass die Elefantenpopulation dort in den vergangenen drei Jahren von 3800 auf gut 600 Tiere zurückging. "Die Dürre ist ein Naturereignis", sagte Douglas-Hamilton. "Es trifft alle. Menschen, Elefanten und andere Tiere. Aber der Elfenbeinhandel ist schwerwiegender und könnte viel mehr Schaden anrichten, wenn ihm nicht Einhalt geboten wird."
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