Wildtiere gegen Menschen: Elefanten zwingen ganzes Dorf zur Flucht
zuletzt aktualisiert: 05.06.2009 - 19:28Maputo (RPO). Die Welt wird kleiner und Mensch und Tier rücken enger zusammen: Eine hungrige Elefantenherde hat im Norden von Mosambik ein gesamtes Dorf zum Umzug gezwungen. Unterdessen haben offenbar emsige Biber die Entgleisung eines Zuges im kanadischen Ottawa verursacht.
Nach dem Einfall der Dickhäuter aus dem Quirimbas National Park in das Dorf Nraha auf der Suche nach Futter hätten alle dort lebenden 5000 Familien in einen Ort mit weniger Tieren umsiedeln müssen, berichtete die Zeitung "Noticias" am Freitag. Durch die Elefanten war demnach die gesamte landwirtschaftliche Produktion des Dorfes gefährdet und Kinder gingen nicht mehr zur Schule, weil sie die Tiere jagen mussten.
Rund um die Nationalparks in Mosambik sind Gefahren durch Elefanten, Löwen oder Nilpferde für Menschen keine Seltenheit. Im Jahr 2007 wurden 133 Menschen durch wilde Tiere getötet und 51 weitere verletzt.
Die Entgleisung eines Zuges im kanadischen Ottawa ist offenbar auf das emsige Treiben von Bibern zurückzuführen. Wie das Bahnunternehmen Ottawa Valley Railroad am Freitag mitteilte, wurden durch das Unglück zudem mehr als 20.000 Liter Dieseltreibstoff in den Fluss Ottawa geschwemmt, der die kanadische Hauptstadt mit Trinkwasser versorgt.
Demnach brachen am Mittwoch rund 300 Kilometer nördlich von Ottawa drei Biberstaudämme und ließen eine Wasserflut los, die die Schienen beschädigte. Zwei Lokomotiven und sechs Waggons entgleisten daraufhin. Einer der Waggons stürzte in den Fluss und verlor dort den Treibstoff.
Die Lokomotivführer erlitten leichte Verletzungen. Gefahr für die Bevölkerung Ottawas durch verunreinigtes Trinkwasser besteht nach Behördenangaben nicht.










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