Aktivster Vulkan der Welt bekommt Frühwarnsystem: EU-Forscher überwachen Stromboli mit Radar
zuletzt aktualisiert: 13.03.2003 - 12:04Brüssel (rpo). Der Stromboli ist einer der aktivsten Vulkane der Welt. Jetzt soll der Feuerberg auf der gleichnamigen italienischen Insel mit einem Frühwarnsystem ausgestattet werden.
Die Gemeinsame Forschungsstelle der EU-Kommission (GFS) werde ihr hoch auflösendes Radarsystem LISA zur Überwachung des Stromboli auf der gleichnamigen italienischen Mittelmeerinsel einsetzen, teilte die Forschungskommissar Philippe Busquin am Mittwoch in Brüssel mit. Das System könne rund um die Uhr Bodenbewegungen erkennen. Die Frühwarnung gebe den Behörden wertvolle Zeit für die Auslösung von Katastrophenalarm.
Der StromboliDer Stromboli spuckt seit 2000 Jahren immer wieder Feuer, Asche und Lava. "Die jüngste Intensivierung der Aktivität gab Anlass zur Sorge", betonte die Kommission. "Nach einer relativ ruhigen Phase gipfelten die starken Ausbrüche im November 2002 in einer Explosion, bei der Material bis zu 200 Meter hoch über den Nordostkrater des Vulkans hinausgeschleudert wurde." In der Folge trat Lava aus, die Ende 2002 einen Erdrutsch mit anschließenden Flutwellen auslöste, welche wiederum Schäden in zwei Dörfern verursachten. Zuletzt brach der Vulkan im Januar erneut aus.
Das Radarsystem LISA hat seine Zuverlässigkeit nach Darstellung der Kommission bereits bei 16 verschiedenen Einsätzen unter Beweis gestellt. Dazu gehöre die Überwachung von Verformungen an Dämmen, Brücken und historischen Bauwerken ebenso wie die Beobachtung von Bodenbewegungen bei Erdrutschen und Bergschäden.
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