Bolivien: Forscher entdecken Ruinen der höchsten Inka-Stadt
zuletzt aktualisiert: 23.08.2005 - 20:25Prag (rpo). Sensationeller Fund in Bolivien: Tschechische Wissenschaftler sind auf Ruinen, der nach bisherigem Wissensstand höchstgelegenen Inka-Stadt gestoßen. Die auf mehrere Standorte verteilte Stadt südöstlich des Titicacasees erstrecke sich in 3.000 bis 4.400 Metern Höhe über eine Fläche von zehn Quadtratkilometern, erklärte der Expeditionsleiter Ivo Bartecek am Dienstag.
Oberhalb gebe es nur noch Gletscher. Die Grundrisse von rund hundert Häusern, die der Stadt oberhalb des von den Bauern der Region verehrten Sees Chilata ihr Gepräge gäben, seien Zeugnisse des Inka-Sonnenkults. Sie seien rund oder viereckig und alle an einem zur Morgensonne ausgerichteten Hang angelegt.
Die Wissenschaftler der Universität Olmütz forschten drei Wochen lang unterhalb der Gipfel des Ancohuma (6421 Meter) und Illampu (6550 Meter) in den bolivianischen Kordilleren auf den Spuren der Inka. Nach den Worten Barteceks eröffnet der Fund eine völlig neue Perspektive auf die Inka-Kultur.
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