Aktion gegen Rodungen der Regenwälder: Greenpeace-Aktivisten ketten sich an Frachter
zuletzt aktualisiert: 16.09.2009 - 19:07Wellington (RPO). Aus Protest gegen die Abholzung tropischer Regenwälder für die Produktion von Tierfutter haben sich in Neuseeland 15 Greenpeace-Aktivisten an einen Frachter gekettet. Die Polizei nahm auf dem mit Palmkernen beladenen Schiff nach eigenen Angaben acht Aktivisten der Umweltschutzorganisation fest, sieben weitere waren am Mittwoch zumeist noch in großer Höhe an Frachtkräne gekettet.
Mindestens 15 Aktivisten hatten den in Hongkong registrierten Frachter "East Ambition" im Hafen von Tauranga geentert. Mit der Aktion wollten sie die Löschung des Palmkern-Tierfutters verhindern. Greenpeace zufolge kam die für Rinderfarmen bestimmte Ladung aus Indonesien, wo Millionen Hektar Regenwald für den kommerziellen Palmenanbau gerodet werden. Dadurch wird nicht nur der Lebensraum von Tieren zerstört, die Abholzung stellt auch eine weitere Belastung des Klimas dar.
"Es gibt keine Hoffnung, den Klimawandel zu verlangsamen, wenn wir die auf der Welt verbliebenen Regenwälder abholzen und niederbrennen", sagte Greenpeace-Aktivist Simon Boxer.
Die neuseeländische Milchindustrie hat 2008 rund 1,1 Millionen Tonnen des Tierfutters importiert. Die Milchwirtschaft ist nach dem Tourismus der zweitgrößte Devisenbringer des Inselstaats. Die Ausfuhr von Milchprodukten macht knapp ein Viertel aller Exporte aus.
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