Zählflüge ausgewertet: Höchster Seehundbestand im Wattenmeer seit 1958
zuletzt aktualisiert: 23.08.2010 - 13:00Oldenburg (RPO). Im niedersächsischen Wattenmeer gibt es so viele Seehunde wie seit über 50 Jahren nicht mehr. Bei den jetzt beendeten Zählflügen wurde mit 6623 Seehunden der höchste Bestand seit Beginn der Zählungen im Jahr 1958 registriert, wie das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) am Montag in Oldenburg mitteilte.
Darunter waren 1648 Jungtiere. Auch das sei ein neuer Höchstwert, hieß es. Im Jahr 2002, kurz vor Ausbruch der verheerenden Seehundstaupe, waren mit 6481 Tieren die bislang meisten Seehunde gezählt worden.
Das jährliche Seehund-Monitoring wird vom LAVES koordiniert. Die Seehundzählflüge finden im Rahmen des internationalen Seehundschutzabkommens zeitgleich in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Dänemark und den Niederlanden statt.
Geflogen wird bei Niedrigwasser während der Zeit der Jungtieraufzucht und des Haarwechsels jeweils ab Emden, Mariensiel und Luneplate. Zu dieser Zeit ruhen die Seehunde auf den Sandbänken und können gezählt werden. Beginn der Zählflüge war in diesem Jahr am 7. Juni.
Nach Beobachtung der Experten machen die Seehunde einen sehr gesunden und gestärkten Eindruck. Es gebe keinerlei Hinweise auf Erkrankungen. Beim Seehundsterben vor sieben Jahren waren an der Küste 3851 Seehunde tot aufgefunden worden. Sie waren an der Seehundstaupe gestorben.










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