Kinofilm "Sharkwater": Liebeserklärung an den Hai
zuletzt aktualisiert: 08.04.2008 - 16:59Düsseldorf (RPO). Umwelt-Dokus haben derzeit Konjunktur. Man denkt an "Eine unbequeme Wahrheit" oder "Unsere Erde". Regisseur Rob Stewart bringt jetzt mit "Sharkwater" ein Plädoyer der besonderen Art in die Kinos. Der Filmemacher will das Image von Haien verbessern. Der Hintergrund ist ernst, die Bilder beeindruckend.
Spätestens seit der Film-Reihe "Der weiße Hai" haben die riesigen Fische den Ruf eines eiskalten Jägers. Filmemacher Stewart will mit diesem Image Schluss machen und rechnet vor: Haie töten fünf Menschen im Jahr. Tiger und Elefanten hingegen töten im gleichen Zeitraum 100 Menschen. Bei Verkehrsunfällen sterben weltweit jedes Jahr 1,2 Millionen Menschen. Das Image der Tiere als Killer macht den Haien seit Jahrzehnten zu schaffen. Fischer machen rücksichtlos Jagd auf sie. Anders als bei Walen, die beim Menschen als friedlich und intelligent gelten, nimmt die Öffentlichkeit wenig Notiz von diesem Drama.
Als besonders brutal beschreibt der Film das so genannte "Shark Finning". Hier werden Haie jeden Alters in riesigen Netzen gefangen. Den lebenden Tieren werden mit einem Messer die Flossen abgeschnitten, die in Teilen Asiens als Delikatesse gelten. Der verletzte Hai wird achtlos wieder ins Meer geworfen. Haifisch-Experten schätzen das jedes Jahr bis zu 100 Millionen Haie wegen ihrer Flossen getötet werden.
Der Film setzt auf die Macht der Bilder, um Mitgefühl für das Schicksal der Tiere zu erzeugen. Binnen vier Jahre entstanden Unterwasseraufnahmen vom friedlichen Leben der Haie im Schwarm untermalt von klassischer Musik. Zusammen mit dem Umweltschützer Paul Watson reiste Stewart auf dem Schiff "Ocean Warrior" zu den Tatorten der Haifischjagd. Der Zuschauer erlebt brutale Verfolgungsjagden bis hin zur Havarie.
Am 10. April kommt die Liebeserklärung an den Hai in die Kinos.
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