Tintenfische und Kraken sind Meister der Tarnung. Der Mimic Octopus allerdings bleibt der ungeschlagene Weltmeister auf seinem Gebiet. Seitdem das Tier 2001 vor der Küste Südostasiens entdeckt wurde, jagen Wissenschaftler den Kraken, um mehr über ihn zu erfahren. Wir zeigen, wie der Mimic Octopus in seinem Lebensraum überlebt.
Mit Hilfe von speziellen Farbzellen, Chromatophoren genannt, wechselt der Mimic Octopus bis zu 1000 Mal am Tag seine Farbe. Droht Gefaht, kann er sein Gewand binnen Bruchteilen von Sekunden ganz in schwarz hüllen.
Der große Vorteil des Tieres, dass ungeschützt über offenen Sandböden lebt: Es kann sich in mehrere Tiere verwandeln und die potenziellen Feinde somit abschrecken. Hier schwimmt der Octopus wie eine Flunder über den Meeresboden.
Zum Vergleich eine Original-Flunder.
Hier mimt der Octopus den giftigen Feuerfisch nach.
Das Original verschreckt kann seine Feinde mit Gift lähmen.
Auch die Nachahmung eine Seeschlange gehört zum Repertoire des Mimic Octopus.
Die echte Seeschlange gehört zu den giftigsten Tieren der Welt. Dem Einfallsreichtum des Mimic Octopus sind fast keine Grenzen gesetzt, Wissenschaftler schütteln nur mit dem Kopf, wenn sie ihn beobachten. "Es ist nicht klar, ob seine Fähigkeiten angeboren sind oder ob er sie erst später erlernt, abhängig von seiner Umgebung und den Tieren, die da leben", sagte Wissenschaftler Mark Hormon im ZDF-Dokufilm "Wunderbare Welt - Phantomas der Meere".
Und wenn es hart auf hart kommt, kann sich der Octopus auch einfach in ein Loch zurückziehen.