Möglicherweise latent vorhandene Krankheit: Rätselhafte Tumore töten Tasmanische Teufel
zuletzt aktualisiert: 24.10.2003 - 10:45London (rpo). Der Tasmanische Teufel ist in seinem Bestand bedroht. Das einzige Fleich fressende Beuteltier Ozeaniens ist in einigen Populationen bereits zu 90 Prozent ausgerottet. Grund dafür sind rätselhafte Tumore.
Das berichtet das britische Fachmagazin "New Scientist" in seiner jüngsten Ausgabe (Nr. 2418, S. 9). "Diese Tiere sind sehr wichtig für die gesamte Ökologie Tasmaniens", sagte Rob White von der Universität von Tasmanien auf einer Konferenz in Hobart. Die Wissenschaftler vermuten, dass ein noch unbekanntes Retrovirus hinter der Epidemie steckt, und suchen nach dem Erreger.
Ein positiver Aspekt sei jedoch, dass in den Gebieten, wo die Zahl der kleinen Aasfresser bereits zurückgegangen sei, die Ansteckungsrate zurückgehe. Zudem habe es auch in den vergangenen 140 Jahren drei Mal rätselhafte Epidemien unter den Beutelteufeln gegeben.
Möglicherweise, so schätzt White, handele es sich um eine latent vorhandene Krankheit, die nur bei hoher Verbreitung ausbreche, die Bestände dann dezimiere, aber nicht komplett ausrotte.
Der rund 70 Zentimeter lange Tasmanische Teufel (Sacrophilus harrisi) war ursprünglich in ganz Australien verbreitet, kommt heute aber nur noch in Tasmanien vor. Er wird stark verfolgt, weil er manchmal auch kleinere Haustiere reißt. Seinen Namen verdankt er seiner Wildheit, seinem schwarzen Fell und den - bei Aufregung - rot leuchtenden Ohren.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum








