Laut Analyse der Oberflächentemperatur: Seit 2000 Jahren war es auf der Nordhalbkugel nicht mehr so warm
zuletzt aktualisiert: 28.08.2003 - 11:04Washington (rpo). So warm wie im späten 20. Jahrhundert war es auf der Nordhalbkugel der Erde seit 2000 Jahren nicht mehr. Das haben Messungen der Oberflächentemperatur ergeben.
Diese wurden an verschiedenen Orten der Erde durchgeführt, wie britische und amerikanische Forscher im Fachblatt "Geophysical Research Letters" (Bd. 30, S. 1820) berichten.
Die Temperatur-Anstieg der vergangenen Jahrzehnte sei ohne Beispiel und stelle selbst das "moderat wärmere Intervall von 800 bis 1200 bei weitem in den Schatten", schreiben Michael Mann von der Universität von Virginia (USA) und Philip Jones von der Universität von East Anglia (Großbritannien) darin.
Die Forscher hatten verschiedene Einzeluntersuchungen aus vielen Teilen der Erde ausgewertet. Sie mittelten und verglichen die darin aus Sedimenten, Baumringen oder Eiskernbohrungen bestimmten Oberflächentemperaturen vergangener Zeiten nach einem neuen Verfahren.
Für die südliche Hemisphäre und auch für die globale Entwicklung zeichnet sich demnach Vergleichbares ab. Hier konnten jedoch nicht genügend Daten für eine verlässliche Aussage ausgewertet werden. Die kältesten Perioden auf der nördlichen Halbkugel waren demnach das 6., 15., 17. und 19. Jahrhundert.
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