Klimawandel: Südeuropa trocknet aus
zuletzt aktualisiert: 21.04.2006 - 12:34Hamburg (rpo). Dramatische Folgen des Klimawandels in Südeuropa: In den nächsten 30 bis 40 Jahren werden die Niederschläge in Spanien, Portugal, Italien und Teilen Frankreichs auf die Hälfte der heutigen Niederschläge zurückgehen. Gleichzeitig werden in diesen Regionen die Sommertemperaturen im Durchschnitt um zwei bis vier Grad ansteigen. Hinzu kommt eine Zunahme der heißen Tage (Tage mit über 30 Grad) um über 30 Tage.
Zu diesen Ergebnissen kommt die neue Auswertung des Klimamodells, die das Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg unter der Leitung von Dr. Daniela Jacob im Auftrag des "Wetter-Magazins" erstmalig für die Dekade 2041 bis 2050 sowie 2091 bis 2100 errechnet hat.
Die Auswirkungen für die Wasser- und Energieversorgung sowie für die Landwirtschaft werden aus Sicht von Frank Böttcher, Herausgeber des Magazins, dramatisch ausfallen. Seiner Einschätzung nach muss Südeuropa auch mit einem erheblichen Rückgang des Tourismus im Sommer rechnen: "Wenn es dort wochenlang Tagestemperaturen um 40 Grad gibt, kommt der Urlaub dem Aufenthalt in der Sahelzone sehr nahe".
Führende Wissenschaftler schließen sich dieser Einschätzung an, so bestätigt Prof. Mojib Latif die Ergebnisse mit den Worten: "Die Auswirkung für den Mittelmeerraum werden dramatisch sein".
Auch für Deutschland sind Klimaveränderungen zu erwarten. Auf der einen Seite zeigen die Ergebnisse, dass die Hochwassergefahr vor allem im Herbst und Winter weiter zunehmen. wird, da in diesen Jahreszeiten die Niederschlagsmengen um 20 bis 50 Prozent steigen werden.
Andererseits lassen die Ergebnisse auch für die Sommer in Deutschland geringere Niederschläge erwarten und neben längere Trockenphasen auch häufigeren Unwettern.
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