Foto: Jones, Nanowelten, Frederking & Thaler Verlag
Die Natur ist bekannt für ihre Schönheit, doch wie sieht die Welt durch ein Elektronenmikroskop mit bis zu 200.000-facher Vergrößerung aus? Die Aufnahmen aus der Nanowelt enthüllen außergewöhnliche Muster und unglaubliche Strukturen. In dem neuen Buch "Nanowelten" wird das sehr schön deutlich gemacht. Auf der einen Seite sieht man das Objekt in normaler Ansicht, dann ein sehr stark vergrößertes Detail.
Hier der Kopf eines Hais.
Foto: Jones, Nanowelten, Frederking & Thaler Verlag
Sehr stark vergrößert wird dann die Struktur der Haihaut mit einzelnen, keilförmigen Elementen deutlich. Sie bestehen aus einem harten, kalkartigen Material. Diese Elemente erfüllen verschiedene Aufgaben: Zum einen beißen sich Feinde daran die Zähne aus, dann wird verhindert, dass sich Parasiten am Hai festsetzen und sie erlauben dem Tier, schnell und lautlos durchs Wasser zu gleiten.
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Hier der Fuß eines Geckos. Mit nur einem Zeh kann sich das Tier an der Decke halten.
Foto: Jones, Nanowelten, Frederking & Thaler Verlag
In der Vergrößerung sieht man die feinen Härchen, die dem Tier diese besondere Eigenschaft verleihen: An jedem Fuß befinden sich rund 500.000 davon, die sich an ihren Enden noch einmal aufspalten. Setzt der Gecko seinen Fuß auf, wirkt zwischen Oberfläche und Fuß eine so starke, molekulare Anziehungskraft, dass das Tier sich an der Decke halten kann.
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Wenn es draußen wärmer wird, umschwärmen sie im Haus gerne den Obstkorb oder das Weinglas: Fruchtfliegen.
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Schon fast gefährlich sieht ihr Facettenauge in der starken Vergrößerung aus. Die weißen Spitzen sind lichtempfindliche Zellen. Jedes einzelne der Hunderte Augen arbeitet als eigene Einheit.
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Warum wird es dem Eisbären im ewigen Eis eigentlich nicht kalt?
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Weil er ein so raffiniertes Fell hat. Die Haare sind innen hohl, das Luftpolster hält den Bären warm.
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Eine Kleinlibelle sitzt auf einem Blatt.
Foto: Jones, Nanowelten, Frederking & Thaler Verlag
Hiermit macht der Kleinlibellenpapa die Kleinlibellenbabys: der Penis des Insekts. Dieser befördert nicht nur den Samen ins Weibchen, sondern versucht auch, eventuell noch vorhandene Spermien aus einer früheren Befruchtung zu entfernen.
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Das Taubenschwänzchen, auch Karpfenschwanz genannt, ist ein Nachtfalter aus der Familie der Schwärmer. Mit einem Rüssel saugt es den Nektar aus Blüten.
Foto: Jones, Nanowelten, Frederking & Thaler Verlag
Damit der Rüssel nicht ständig in der Gegend herumhängt, wird er bei Nichtgebrauch einfach zusammen gerollt, wie diese Aufnahme zeigt.
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Die Blüten der Gartenpelargonie enthalten ätherische Öle.
Foto: Jones, Nanowelten, Frederking & Thaler Verlag
Diese Duftstoffe werden durch diese kleinen Höcker auf der Blütenoberfläche abgegeben. Damit sollen Fressfeinde wie Raupen abgewährt werden.
Foto: Jones, Nanowelten, Frederking & Thaler Verlag
Ein Moskito wirk unter dem Mikroskop wie ein Wesen von einem anderen Stern.
Foto: Jones, Nanowelten, Frederking & Thaler Verlag
Das ist der berüchtigte Stachel, mit dem das Weibchen das Blut aus seinen Opfern saugt.
Foto: Jones, Nanowelten, Frederking & Thaler Verlag
Was hier sehr futuristisch aussieht, möchte niemand zu Hause haben: die Sporenkapseln des Schimmelpilzes "Aspergillus".
Foto: Jones, Nanowelten, Frederking & Thaler Verlag
Was in der starken Vergrößerung aussieht wie ein ansammlung von Erbsen, sind tatsächlich die einzelnen Sporen. In diesem Stadium stehen sie kurz davor, wegzufliegen. Bei Menschen mit geschwächten Immunsystem können die Sporen die unter Umständen tödliche Krankheit Aspergillose auslösen.
Foto: Jones, Nanowelten, Frederking & Thaler Verlag
Das Blatt eines jungen Adlerfarns. An der Unterseite sitzen die Sporen der Pflanze.
Foto: Jones, Nanowelten, Frederking & Thaler Verlag
Hier in starker Vergrößerung die Brutstätten der Sporen, Sporangien genannt. Sie platzen auf, geben die Sporen frei und diese nur staubkorngroßen Teilchen werden vom Wind Kilometer weit fortgetragen.
Foto: Jones, Nanowelten, Frederking & Thaler Verlag
Naowelten - Die fabelhafte Welt des Mikrokosmos
von Richard Jones
Bildband · 208 Seiten , 150 Farbfotos
Verlag Frederking & Thaler
€ 29,95 [D]/€ 30,80 [A]/sFr 50,90
ISBN 978-3-89405-760-2