In der Arktis: Verschollenes Schiff nach 150 Jahren gefunden
zuletzt aktualisiert: 29.07.2010 - 06:29Toronto (RPO). Mehr als 150 Jahre lang war die "HMS Investigator" verschollen, nun haben kanadische Archäologen das Wrack des Schiffes in der Arktis entdeckt. Die "HMS Investigator" wurde auf der Suche nach der Nordwestpassage und der katastrophalen Expedition des Polarforschers Sir John Franklin eingesetzt. Der Leiter des Suchteams, Marc-Andre Bernier, erklärte, das Schiff sei in der Mercy Bay nördlich der Banksinsel gefunden worden.
"Das Schiff steht aufrecht und ist in sehr gutem Zustand", sagte Bernier. "Dies ist das Schiff, das den letzten Teil der Nordwestpassage segelte." Die "HMS Investigator" war eines von vielen amerikanischen und britischen Schiffe, die ausgesandt wurden, um die von Franklin kommandierten Schiffe "HMS Erebus" und die "Terror" zu suchen.
Unter dem Kommando von Robert McClure begann die "HMS Investigator" ihre Reise 1850. Vor der Einfahrt in die Beaufort-See wurde sie von Packeis gestoppt und musste in der Prince-of-Wales-Straße überwintern. Später wurde die Weiterfahrt erneut von Eis verhindert und die Besatzung blieb bis 1853 in der Bay of Mercy. Von dort wurde sie schließlich gerettet und die "HMS Investigator" zurückgelassen.
Die Masten wurden längst von weggerissen, aber das eisige Wasser erhielt das Wrack in gutem Zustand. Man könne von der Wasseroberfläche aus die einzelnen Planken erkennen, sagte Umweltminister Jim Prentice. Bernier kündigte an, man wolle nun mit einer ferngesteuerten Kamera genauere Bilder von dem versunkenen Schiff bekommen. Auch nach der "HMS Erebus" und der "Terror" werde weiter gesucht.
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport,
Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder,
Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.








