Schlaumacher zum Fest: Was man über Ostern wissen sollte
zuletzt aktualisiert: 10.04.2009 - 13:13Düsseldorf (RPO). Das Osterfest ist mit der Auferstehung Jesu das zentrale Ereignis des christlichen Glaubens. Sowohl im Namen als auch im Brauchtum sind aber auch heidnische Ursprünge deutlich erkennbar. Selbst der bewegliche Termin weist mit seinem Bezug zum Frühlingsanfang auf nicht-christliche Wurzeln.
Christen sehen in der Auferstehung die Gewähr dafür, "dass am Ende das Leben über den Tod, die Wahrheit über die Lüge, die Gerechtigkeit über das Unrecht, die Liebe über den Hass und selbst über den Tod siegen wird", so der Erwachsenen-Katechismus.
Seit dem Konzil von Nizäa im Jahre 325 wird das älteste Fest der Christenheit am Sonntag nach dem ersten Frühjahrsvollmond gefeiert. Da die orthodoxe Kirche der Kalenderreform unter Papst Gregor XIII. im Jahr 1582 nicht folgte, feiern Ost und West zumeist an unterschiedlichen Tagen.
In der Bibel wird der Akt der Auferstehung nicht beschrieben. Nirgends ist davon die Rede, dass sie jemand beobachtet habe. In der Heiligen Schrift gibt es jedoch Berichte über das leere Grab, die Verkündigung der Auferstehung durch einen Engel, über Erscheinungen des Auferstandenen und die Bekenntnisse, die diesen Glauben bezeugen. Schon früh gab es Versuche, die Auferstehung als Betrug hinzustellen, so mit einer Betrugs- und Diebstahlshypothese oder der Verwechslungs- und Scheintodhypothese.
In der Liturgie der Osternacht wird eine Reihe von Symbolen genutzt, um den Auferstehungsglauben zu verdeutlichen: So etwa das zu Anfang des Gottesdienstes entzündete Feuer, mit dem Christus als Licht der Welt begriffen werden soll, oder das während der Feier gesegnete Wasser, das an die Taufe erinnert.
Im Zusammenhang mit Ostern gibt es zahlreiche Bräuche. Der bekannteste ist, bemalte Eier zu verschenken. Das Ei ist in den meisten Kulturen ein Symbol für Fruchtbarkeit und neues Leben. Es soll Zeichen dafür sein, dass durch die Auferstehung neues Leben möglich wird.
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