Steigerung um 40 Prozent: Weltbevölkerung bis 2050 bei 9,1 Milliarden Menschen
zuletzt aktualisiert: 25.02.2005 - 10:23New York (rpo). Nach neuesten Berechnungnen der UNO wird die Weltbevölkerung bis 2050 stärker zunehmen als bislang angenommen. Es wird mit einem Anstieg um 40 Prozent auf dann 9,1 Milliarden Menschen gerechnet. Der größte Teil werde dabei auf die ärmsten 50 Länder der Erde entfallen.
Das teilte die Bevölkerungsabteilung der Vereinten Nationen am Donnerstag in New York mit. Dies bedeute eine überaus ernste Belastung für diese Länder, sagte die Direktorin der UN-Bevölkerungsabteilung, Hania Zlotnik.
Im Vergleich zu 2002 wurde die Schätzung damit etwas nach oben korrigiert. Damals hatten die UN für 2050 noch eine Weltbevölkerung von 8,9 Milliarden vorhergesagt.
Nach der jüngsten Revision wird die Bevölkerung in den am wenigsten entwickelten Ländern von heute 5,3 Milliarden bis 2050 auf 7,8 Milliarden zunehmen.
Eine Verdreifachung der Bevölkerung wird in Afghanistan, Burkina Faso, Burundi, Tschad, Kongo-Kinshasa, Kongo-Brazzaville, Osttimor, Guinea-Bissau, Liberia, Mali, Niger und Uganda erwartet.
Hingegen bleibt die Bevölkerung in den reichen Industrieländern mit 1,2 Milliarden weitgehend auf dem gegenwärtigen Niveau. Durch Einwanderung wird aber auch die Bevölkerung der USA zunehmen - dort erwarten die UN eine Zunahme von gegenwärtig 298 Millionen auf 394 Millionen im Jahr 2050.
Der Schätzung liegt die Annahme zugrunde, dass die durchschnittliche Fruchtbarkeit von gegenwärtig 2,6 Kindern je Frau auf etwas weniger als 2,0 Kinder zurückgehen wird.
"Das künftige Bevölkerungswachstum ist in hohem Maße von der Entwicklung der künftigen Fruchtbarkeit abhängig", heißt es in dem Bericht der "United Nations Population Division". In 35 der 148 Entwicklungsländer blieb die Fruchtbarkeit im Zeitraum von 2000 bis 2005 bei mehr als fünf Kindern je Frau.
Auf Seiten der Sterblichkeit wird das Bevölkerungswachstum von den Auswirkungen der Aids-Epidemie beeinflusst. Dadurch habe sich das Bevölkerungswachstum in 60 Ländern abgeschwächt, erklärten die UN-Fachleute. So lag die durchschnittliche Lebenserwartung im südlichen Afrika 1995 noch bei 62 Jahren, während sie heute nur noch 48 Jahre beträgt.
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