Kongress in Madrid: Wüsten - faszinierend und bedrohlich
zuletzt aktualisiert: 14.09.2007 - 12:28Madrid (RPO). Die Ausbreitung von Wüstengebieten bedroht Menschen weltweit. Nicht nur Drittweltländer, sondern auch europäischen Staaten sind betroffen. Darauf macht das "Europäische Netzwerk gegen Desertifikation" aufmerksam, das derzeit in Madrid tagt.
191 Mitgliedsstaaten schließen sich zu dem Netzwerk zusammen, darunter ist auch Deutschland. Ihr Thema: Desertifikation. Der Begriff bezeichnet das Veröden von Landschaften, weil diese zu sehr strapaziert werden - etwa durch die Landwirtschaft. Die zunehmende Abholzung des Regenwaldes ist ein Beispiel.
So läuft der Regenwald Gefahr, zur Wüste zu veröden, wenn die massive Abholzung nicht aufhört. Währenddessen ist die Verödung des Bodens in anderen Ländern bereits viel weiter fortgeschritten. Vor allem Drittweltländer in Asien, Afrika und Lateinamerika sind betrofffen, aber auch 12 Prozent des euroäischen Bodens sind bedroht.
Hinzu kommt, dass viele Menschen, die in verödeten Gegenden leben, oft in die Indurstriestaaten flüchten. Deshalb sind westliche Länder mittelbar von der Ausbreitung der Wüsten betroffen.
Bei der Konferenz in Madrid soll aber nicht nur über Gegenmaßnahmen diskutiert werden, sondern auch über die Organisationsstrukturen des Zusammenschlusses. Die Arbeitsweise des "Europäischen Netzwerks gegen Desertifikation" ist nämlich oft als zu wenig effektiv kritisiert worden. Deshalb wurde vor zwei Jahren ein Reformkomitee ins Leben gerufen, dem auch Deutschland angehört.
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