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Fehlende Nahrungsgrundlage durch Bambus-Sterben: WWF: Großer Panda bald auf Zwangsdiät

zuletzt aktualisiert: 16.05.2004 - 12:40
Frankfurt (rpo). Nach aktuellen Angaben des Umweltprogramms der Vereinten Nationen UNEP sind weltweit die Hälfte aller 1.200 Bambusarten vom Aussterben bedroht. Bambus ist das Hauptnahrungsmittel der ebenfalls seltenen Großen Pandas.

Pandas sind im Gegensatz zu den anderen Vertretern der Bärenfamilie fast reine Vegetarier und ernähren sich hauptsächlich von den nährstoffarmen Blättern und Stengeln des Bambus. Um satt zu werden, ist ein ausgewachsener Panda auf eine Tagesration von bis zu 35 Kilogramm Bambus angewiesen.

"Der Große Panda steht schon seit vielen Jahren auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten. Bald werden die Pandas den Gürtel noch enger schnallen müssen", befürchtet Susanne Honnef, Artenschützerin der Umweltschutzorganisation WWF.

Einst bewohnten Pandabären den größten Teil Chinas sowie den Norden Burmas und Vietnams. Doch großflächige Rodungen der Bambuswälder raubten den Bären ihre Rückzugsgebiete und Nahrungsquellen.

Die letzten schätzungsweise 1.000 Großen Pandas leben heute in einem halben Dutzend voneinander durch Straßen, Täler und Äcker getrennten Bergwäldern im Südwesten Chinas, in denen die Tiere während der nur wenige Tage dauernden Paarungszeit sehr schwer zueinander finden.

Da die Weibchen selbst unter optimalen Bedingungen nur alle zwei bis drei Jahre ihren Nachwuchs zur Welt bringen, droht den Pandas durch den Verlust ihres Lebensraums und die damit verbundene geringe Fortpflanzungsrate schon seit langem der Artentod. Durch Inzest und die Reduzierung des genetischen Pools erhöht sich außerdem die Anfälligkeit der Pandas für bestimmte Krankheiten.

Der Große Panda ist zwar seit 1939 in ganz China gesetzlich geschützt und darf nicht mehr gewildert werden, doch auch heute noch verenden einzelne Tiere immer wieder in Fallen, die für andere Tiere aufgestellt wurden.


 
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