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Durchschnittsgröße stagniert: Männer wachsen nicht mehr

zuletzt aktualisiert: 26.07.2009 - 10:15

München (RPO). Ob das der Damenwelt gefällt: Deutsche Männer werden nicht mehr größer, aber dicker. Seit 14 Jahren stagniert die durchschnittliche Körpergröße bei jungen Männern bei 180,1 Zentimetern, während das durchschnittliche Gewicht um 1,5 Kilogramm zugenommen habe.

Dies berichtet das Nachrichtenmagazin "Focus" unter Berufung auf den Münchner Wirtschaftshistoriker John Komlos. Der Experte beziehe sich dabei auf eine Analyse der Daten von 19-jährigen Wehrpflichtigen der Bundeswehr. In den 14 Jahren davor hatte sich demnach die Körpergröße noch um insgesamt 1,7 Zentimeter erhöht.

Ein geringer Größenunterschied bestehe zwischen Rekruten aus West- und Ostdeutschland. Die Männer aus den alten Ländern überragten die Ostdeutschen um 0,5 Zentimeter. Zugenommen hat dem Bericht zufolge das Gewicht der jungen Männer. Innerhalb der vergangenen sieben Jahre wurden sie im Schnitt um 1,5 Kilogramm schwerer.

Info
Anthropometrie ist die Lehre der Ermittlung und Anwendung der Maße des Körpers des Menschen.

Studie zur Größe der Menschen

Schon 2005 hatte Komlos mit einer Studie zur Anthropometrie für Aufsehen gesorgt. Demnach hat das Bruttosozialprodukt nichts mit dem Wachsen der Menschen zu tun. Davon war man bislang ausgegangen. Dagegen sprechen aber die erhobenen Ergebnisse.

Die größten Menschen der Welt leben heute in Westeuropa: Holländer erreichen im Schnitt 1,83 Meter, Skandinavier 1,80 Meter, die Deutschen 1,79 Meter. Die Amerikaner wurden mittlerweile um ganze 6 Zentimeter abgehängt und damit ist die Theorie, dass das Bruttosozialprodukt die Größe der Menschen positiv beeinflusst, widerlegt.

Quelle: DDP/felt

 
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