Erneut Studie zu Hormonersatz abgebrochen: Östrogen-Therapie erhöht Risiko für Schlaganfall und Demenz
zuletzt aktualisiert: 19.03.2004 - 10:26New York (AP) Vorsicht: Östrogen! Gerade mussten die US-Gesundheitsbehörden eine Hormon-Ersatzstudie abbrechen, weil sie eine erhöhte Schlaganfall- und Demenz-Gefahr feststellten. 11.000 Frauen hatten dabei ausschließlich Östrogen eingenommen.
Bei den Teilnehmerinnen der Studie handelte es sich um Frauen, die keine Gebärmutter mehr hatten, berichtet das "British Medical Journal". Grund dafür war, dass Östrogen das Risiko für Gebärmutterhalskrebs erhöht.
Dem vorläufigen Ergebnis zufolge hatte die Einnahme nur von Östrogen über die Dauer von sieben Jahren dagegen weder das Risiko für Brustkrebs noch für Herzkrankheiten erhöht. Zudem senkte das Hormon die Häufigkeit von Hüftfrakturen.
Neben einer leichten Zunahme von Schlaganfällen stellten die Forscher bei Frauen ab 65 Jahren, die Östrogen einnahmen, aber auch ein erhöhtes Demenz-Risiko fest. Die Frauen im Alter zwischen 50 und 79 Jahren hatten täglich entweder 0,625 Milligramm Östrogen oder ein Scheinmedikament eingenommen.
Die genauen Resultate der Studie sollen nach einem Bericht des "British Medical Journal" in zwei Monaten veröffentlicht werden. Bereits vor zwei Jahren war ein anderer Teil der Studie vorzeitig abgebrochen worden: Grund dafür war eine deutlich Häufung von Brustkrebs-Erkrankungen bei Frauen nach der kombinierten Einnahme der beiden Hormone Östrogen und Progesteron.
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