Neue Studie: Schon der Ur-Mensch war gut zu Fuß
zuletzt aktualisiert: 10.02.2011 - 20:58Washington (RPO). Die Vorfahren des Menschen ging schon vor mehr als drei Millionen Jahren aufrecht durchs Leben. Ihr Fuß war dem des heutigen Menschen schon damals sehr ähnlich, entdeckten nun Wissenschaftler aus den USA.
US-Wissenschaftler entdeckten in Äthiopien einen versteinerten Fußknochen, der die für den menschlichen Fuß typische Bogenwölbung an der Innenseite der Sohle aufweist, wie das Magazin "Science" am Donnerstag berichtete.
Studienautor William Kimbel stufte den 3,2 Millionen Jahre alten Fund als "Schlüsselstück für das Verständnis der frühen Entwicklung der typisch menschlichen Gangart" ein. Der Knochen stamme von einem Vertreter des Australopithecus afarensis, zu dem auch der berühmte Ur-Mensch "Lucy" gehörte.
Kein Leben in den Bäumen
Aus der Form des Knochens leiteten die Wissenschaftler zudem ab, dass die Vorfahren des Menschen zum damaligen Zeitpunkt nicht mehr wie Affen in den Bäumen lebten. Affen haben flache, bewegliche Füße mit einem großen Zehen, um sich an Ästen festhalten zu können. Das Fundstück aus Äthiopien hingegen weist eine Wölbung auf, die beim Gehen den Aufprall der Fußsohle auf den Boden abfedert und zudem zusätzlichen Schwung für Sprünge verleiht.
"Dass gewölbte Füße sehr früh in unserer Evolution entstanden sind, zeigt uns, wie wichtig die einzigartige Struktur unserer Füße für die menschliche Fortbewegung ist", schreibt Mitautorin Carol Ward. Bislang hatte den Forschern nur der ältere Fußknochen eines Ardipithecus ramidus zur Verfügung gestanden, der vor 4,4 Millionen Jahren in Äthiopien gelebt hatte. Dieser Fuß hatte noch deutliche Merkmale des Affen aufgewiesen.
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