Paris (RPO). Zehn Wochen lang hat eine meereskundliche Expedition unter der Leitung eines Deutschen die Flora und Fauna in der Antarktis unter die Lupe genommen.
Deutsche Forscher haben den Klimawandel in der Antarktis erkundet. Foto: AP
Der Forschungseisbrecher "Polarstern" unter dem Kommando von Alfred Wegener forschte im Weddellmeer, den Gewässern rund um die Antarktische Halbinsel und der Bransfieldstrasse, wie es am Sonntag in einer Mitteilung des Alfred-Wegener-Institut für Polar -und Meeresforschung hieß.
Neben fischereibiologischen Studien und Walbeobachtungen stand im Vordergrund, die antarktische Lebensvielfalt zu erfassen. Besonderes Interesse galt dem so genannten Larsen-A-B-Schelfeis, wo in den letzten zwölf Jahren insgesamt 10.000 Quadratkilometer Schelfeis abbrachen.
Die globale Erwärmung habe an der antarktischen Halbinsel zur Veränderung der Umweltbedingungen geführt, hieß es weiter. Der Abbruch des Eises, das bis in große Tiefen reichte, habe Bereiche des Meeresbodens freigelegt, die bisher unzugänglich waren. Somit konnten dort erstmals die Auswirkungen des Klimawandels auf die Lebewesen untersucht werden. An dem Projekt nehmen insgesamt 52 Wissenschaftler aus 14 Nationen teil.
Quelle: afp