Umwelttipp der Woche: Vermeiden ist besser als recyceln
zuletzt aktualisiert: 13.10.2005 - 14:37Berlin (rpo). Wer seinen Abfall recycelt, der tut zwar einiges für die Natur. Doch auch das Wiederverwerten von Verpackungen geht zur Laten der Umwelt. Besser noch, darauf weist der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Berlin hin, sei es, diesen Müll überhaupt zu vermeiden.
Durch den Recyclingprozess mit hohem Energieaufwand entstehen zum einen neue Umweltbelastungen. Zum anderen werde das meiste Plastik aus den gelben Tonnen in minderwertige Produkte "downgecycelt".
Das bedeutet, dass durch den Recyclingprozess die Qualität des Materials schlechter wird. Blumentöpfe oder Parkbänke aus recyceltem Plastik werden nicht noch einmal wiederverwertet und müssen entsorgt werden. Deshalb sollten Verpackungen, wenn möglich, gar nicht erst benutzt werden.
Obst und Gemüse könnten zum Beispiel unverpackt gekauft und in Körben oder Stoffbeuteln transportiert werden, raten die Umweltschützer.
Wurst und Käse von der Theke sind in dünnere und unschädlichere Kunststoffe gehüllt als fertig abgepackte Ware aus dem Kühlregal. Flüssige Waschmittel in Plastikflaschen verursachen mehr Verpackungsmasse als Pappkartons für Pulver.
Mehrwegbehälter und -flaschen seien Einwegbehältern immer vorzuziehen. Wer viel Joghurt isst, könne sich eine Joghurtmaschine kaufen oder Joghurt in Gläsern wählen. Empfehlenswert und voll im Trend seien auch kompostierbare Verpackungen für Gemüse oder Windeln.
Verpackungen, die nicht vermieden werden können und den Grünen Punkt tragen, gehören natürlich weiter in die gelbe Tonne oder den gelben Sack. Immerhin gibt eine Mehrheit der Deutschen an, ihr wichtigster Beitrag zum Umweltschutz sei die Mülltrennung, so der BUND. Rund ein Viertel des Hausmülls besteht aus Verpackungsmüll.
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