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Sonnensystem Alpha Centauri B : Astronomen entdecken Erde-ähnlichen Planeten

zuletzt aktualisiert: 17.10.2012 - 07:38

Washington (RPO). Er ähnelt in seiner Größe der Erde und liegt in kosmischen Verhältnissen direkt nebenan: Unmittelbar außerhalb unseres Sonnensystems haben europäische Astronomen einen Planeten entdeckt, der unserem so sehr gleicht, wie bisher kein anderer in einer solchen Nähe.

Im Sonnensystem Alpha Centauri B ist ein Planet entdeckt worden, der in Größe und Nähe zur Sonne der Erde gleicht. Foto: dapd
Im Sonnensystem Alpha Centauri B ist ein Planet entdeckt worden, der in Größe und Nähe zur Sonne der Erde gleicht. Foto: dapd

Allerdings sei der Planet so heiß, dass seine Oberfläche die Konsistenz flüssiger Lava haben könnte, berichtet das Fachmagazin "Nature". Doch im gleichen Sternensystem könnte es den Wissenschaftlern zufolge durchaus andere Planeten geben, die etwas kühler sind. Zumindest theoretisch könnten Planeten mit den Voraussetzungen für Leben damit weit näher sein als gedacht. Wissenschaftler sind von der Entdeckung begeistert.

Der Planet im Sonnensystem Apha Centauri B ist 40 Billionen Kilometer entfernt und im Nachthimmel in Teilen der südlichen Hemisphäre sogar mit freiem Auge zu sehen. Allerdings ist er immer noch so weit entfernt, dass eine Reise dorthin mit der derzeitigen Technik Zehntausende Jahre dauern würde.

Wissenschaftler fordern Missionen

Doch die spektakuläre und so nahe Entdeckung eines erdähnlichen Planeten, nach dem Astronomen in der gesamten Milchstraße gesucht haben, hat in Fachkreisen schon Debatten darüber ausgelöst, wie man schneller dorthin gelangen könnte. Wissenschaftler haben bereits begonnen, Druck auf die US-Weltraumbehörde NASA und die europäische Raumfahrtagentur ESA auszuüben und Missionen dorthin zu schicken, um sich diese Gegend des Weltraums genauer anzusehen.

Die Hoffnungen für Alpha Centauri B sind in der Fachwelt jedenfalls groß. "Es gibt sehr gute Aussichten darauf, einen Planeten in einer bewohnbaren Zone zu finden, die sich in unserer unmittelbaren Nähe befindet", sagte Stephane Udry von der Sternwarte Genf, der die europäische Planetensuche leitet. Und auch aus den USA kamen begeisterte Reaktionen. "Das ist eine historische Entdeckung", sagte Geoff Marcy von der Universität von Kalifornien in Berkley. Alpha Centauri sei damit ein verlockendes Ziel für die Suche nach intelligentem Leben.

Die Entdeckung wurde am Dienstag (Ortszeit) auf der Webseite von "Nature" veröffentlicht. Europäische und US-Wissenschaftler befinden sich in einem Wettbewerb, wer den nächsten und erdähnlichsten Exoplaneten - Planeten außerhalb des Sonnensystems - finden kann. Bisher haben sie 842 entdeckt, glauben aber, dass es Milliarden geben könnte.

Der jetzt gefundene Planet ist mit der 1,1-fachen Masse der Erde von der Größe her überraschend ähnlich. Er umkreist Alpha Centauri B, liegt aber in einem Drei-Sterne-System, zu dem auch Alpha Centauri A und das etwas weiter entfernte Proxima Centauri gehören. Seinem Stern ist der noch unbenannte Planet so nahe, dass er ihn alle paar Tage umkreist. Die seiner Sonne zugewandte Seite ist damit glühend heiß, die abgewandte eiskalt.

Alpha Centauri war der erste Ort, den das private SETI-Programm in seiner jahrzehntelangen Suche nach außerirdischem Leben nach Funksignalen abhörte, die intelligentes Leben beweisen könnten. Dabei sei nichts gefunden worden, sagte SETI-Astronom Seth Shostak. Das heiße aber nicht, dass es dort kein Leben gebe.

Das europäische Team nutzte für seine Entdeckung das Teleskop der Europäischen Sternwarte in La Silla in Chile. Seit vier Jahren suchen die Forscher in den drei Systemen nach erdähnlichen Planeten. Sie nutzen dafür eine Technik, bei der sie nach minimalen Veränderungen der Geschwindigkeit eines Sterns bei seiner Reise durch die Galaxie suchen.

Doch die spektakuläre und so nahe Entdeckung eines erdähnlichen Planeten, nach dem Astronomen in der gesamten Milchstraße gesucht haben, hat in Fachkreisen schon Debatten darüber ausgelöst, wie man schneller dorthin gelangen könnte. Wissenschaftler haben bereits begonnen, Druck auf die US-Weltraumbehörde NASA und die europäische Raumfahrtagentur ESA auszuüben und Missionen dorthin zu schicken, um sich diese Gegend des Weltraums genauer anzusehen.

Die Hoffnungen für Alpha Centauri B sind in der Fachwelt jedenfalls groß. "Es gibt sehr gute Aussichten darauf, einen Planeten in einer bewohnbaren Zone zu finden, die sich in unserer unmittelbaren Nähe befindet", sagte Stephane Udry von der Sternwarte Genf, der die europäische Planetensuche leitet. Und auch aus den USA kamen begeisterte Reaktionen. "Das ist eine historische Entdeckung", sagte Geoff Marcy von der Universität von Kalifornien in Berkley. Alpha Centauri sei damit ein verlockendes Ziel für die Suche nach intelligentem Leben.

Die Entdeckung wurde am Dienstag (Ortszeit) auf der Webseite von "Nature" veröffentlicht. Europäische und US-Wissenschaftler befinden sich in einem Wettbewerb, wer den nächsten und erdähnlichsten Exoplaneten - Planeten außerhalb des Sonnensystems - finden kann. Bisher haben sie 842 entdeckt, glauben aber, dass es Milliarden geben könnte.

Der jetzt gefundene Planet ist mit der 1,1-fachen Masse der Erde von der Größe her überraschend ähnlich. Er umkreist Alpha Centauri B, liegt aber in einem Drei-Sterne-System, zu dem auch Alpha Centauri A und das etwas weiter entfernte Proxima Centauri gehören. Seinem Stern ist der noch unbenannte Planet so nahe, dass er ihn alle paar Tage umkreist. Die seiner Sonne zugewandte Seite ist damit glühend heiß, die abgewandte eiskalt.

Alpha Centauri war der erste Ort, den das private SETI-Programm in seiner jahrzehntelangen Suche nach außerirdischem Leben nach Funksignalen abhörte, die intelligentes Leben beweisen könnten. Dabei sei nichts gefunden worden, sagte SETI-Astronom Seth Shostak. Das heiße aber nicht, dass es dort kein Leben gebe.

Das europäische Team nutzte für seine Entdeckung das Teleskop der Europäischen Sternwarte in La Silla in Chile. Seit vier Jahren suchen die Forscher in den drei Systemen nach erdähnlichen Planeten. Sie nutzen dafür eine Technik, bei der sie nach minimalen Veränderungen der Geschwindigkeit eines Sterns bei seiner Reise durch die Galaxie suchen.

Quelle: APD
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17.10.12 09:46 Uhr
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